Tag 9

Das Frühstück im Hotel wird ein wenig durch die harten Covid-19 Vorschriften getrübt. Auch die hoteleigenen Strandliegen werden mit 10 Euro berechnet und ein schlechtes W-Lan Signal trumphen für ein 4 Sterne Hotel wenig auf. David muss an diesem Tag noch etwas arbeiten, dennoch können wir Chania heute bei Tag besichtigen!

 

Wir entspannen in einem Park gemeinsam mit vielen Einheimischen - ein eindeutiges Indiz für perfekten griechischen Kaffee.

Tag 10

Nach einer weiteren Nacht im touristischen Norden haben wir einen Beschluss gefasst. Das ist nix für uns! Wir sehnen uns nach dem Süden, der weiten Landschaft, den Ziegen, Georges und dem urtümlichen Geschmack Kretas.

 

Nach dem Frühstück geht's nochmal schnell shoppen. Damit ist dem typischen Tourismus genüge getan.

Wir fahren zurück in den Süden - nach Chora Sfakion. Etwa 1,5 Stunden dauert die Fahrt. Vor allem das letzte Stück zieht sich in Serpentinen die steile Küste hinunter. Mir wird übel... ich kann mich kaum erinnern wann wir zuletzt so viele Kurven fahren mussten.

 

Angekommen suchen wir uns ein hübsches Zimmer in "Sofia's lovely rooms" aus. Der Inhaber stellt uns zwei zur Wahl und ist generell sehr gesprächig.

Nach der Fahrt am Vortag fühlen wir uns heute schon erholter. Das Wetter ist und bleibt fantastisch und läd zum baden ein.

 

Also machen wir uns einen entspannten Tag, nehmen eins der Wassertaxis zur nächsten Anlegestelle. Diese besteht lediglich aus einem Steg mit kleiner Taverne.

 

Das Wasser ist sehr sauber und während David die Sonne genießt, tauche ich und beobachte bunte kleine Fische die Zuflucht im seichten Wasser suchen.

Loutro

Vom Sweet Water Beach gehts zur nächsten Haltestelle. Nach Loutro. tatsächlich gibt es hier keine Strassen oder Autos. Loutro ist faktisch über den Wasserweg oder zu Fuß zu erreichen.

 

Auf dem Weg können wir vom Boot aus tatsächlich kleine Wanderwege erkennen die an der steilen Klippe zum Meer entlanggehen. Einige Mutige sind auf dem Fußweg unterwegs. Sie profitieren von menschenleeren Stränden.

 

Wenn wir demnächst wieder hier sind versuchen wirs auch mal zu Fuss.

Das der heutige Tag so schön wird hatten wir selbst kaum auf dem Schirm. Nach dem wir aufgestanden sind, packen wir alles für einen Wandertag in Samaria. Gottseidank genügt es kleine Wasserflaschen mitzunehmen, da es auf dem Weg immer wieder die Möglichkeit gibt, die Flaschen mit frischem Quellwasser zu füllen.

 

Die Fähre bringt uns nach dem Frühstück nach Agia Roumeli. Von hier aus Wandern wir 2km zum unteren Schluchteingang.

5 Euro kostet der Eintritt und schon stehen wir - nun auch offiziell - in der Schlucht von Samaria.

Es dauert nicht lange uns von der Schönheit der Natur zu überzeugen. Rechts und links des Weges ist man umgeben von Felswänden. Hier und da kreuzen Schafe und Ziegen unseren Weg.

 

Auf den ersten Kilometern kommen uns Touristen entgegen. Kein Wunder, denn wir haben beschlossen die einzigen Verrückten zu sein, die den Weg hinauf laufen statt bergab. Unser motivierter Schritt den Berg hinauf bleibt nicht unbemerkt, so wünscht man uns des öfteren "viel Kraft"...

 

...also bitte! Dieser Weg läuft sich doch fast von allein!

 

Da wir die letzte Fähre zurück nehmen müssen, sind wir zeitlich etwas unter Druck. So joggen wir die letzten Kilometer vor Samaria den Berg hoch. Tatsächlich schaffen wir es. Wir erreichen das verlassene Dorf "Samaria"l

 

Auf dem Rückweg tingeln wir dann zwei Maultieren hinterher. Einer der beiden trägt eine gewichtige und offensichtlich verletzte Touristin den Pfad hinab. Erstaunlich wie sicher die Maultiere sich ihren Weg bahnen.