Anfahrt zu den Mallos de Riglos

Unser Etappenziel am Ende des Tages, die Mallos de Riglos, aber eins nach dem anderen.

 

Donnerstag, 21.03.2024

Die Aufnahme zeigt den Parkplatz in Valareña, den wir gestern Nachmittag aufgesucht und auf dem wir anschließend genächtigt haben.

Wir haben auch auf diesem etwas einsamen Platz gut geschlafen. Der Platz bietet zwar keine VE, das Foto zeigt aber, dass man Trinkwasser auf dem angrenzenden Spielplatz zapfen kann.

Unser Parkplatz vom Spielplatz aus aufgenommen. Wir verlassen den Platz schon gegen 08:00 Uhr, weil wir uns heute noch die Plana de la Negra bzw. Bardena Negra anschauen und anschließend bis zu den Mallos de Riglos durchbrettern wollen. Der Stellplatz dort soll nur eine begrenzte Anzahl an Womos aufnehmen können und einen von diesen Plätzen hätten wir schon ganz gerne.

Unser Weg führt uns also zunächst auf der NA-125 nach Westen wo wir nach etwa 6 km die Schotterpiste nach Süden in das Biosphärenreservat nehmen. Bardena Negra soll sich wohl auf die dunkle Vegetation an den etwas entfernt liegenden Berghängen beziehen, von wohldefinierten Erosionsformen, die wir so gerne gesehen hätten, ist wegen dieser Bewaldung aber so gut wie nichts zu sehen.

Seht selbst wie öde die Landschaft daherkommt. Das mag der einen oder anderen Tierart zugutekommen, aber wer hier herumfährt und Landschaften sehen möchte, die er sonst nicht sieht, wird enttäuscht werden. Wir fahren etwa zwei Drittel der Strecke ab und drehen um, nachdem bis dahin nichts Besonderes zu sehen war. Wir wollen deshalb auch niemanden mit weiteren Bildern langweilen. Also den Teil der Bardenas Reales kann man sich schenken.

 

Zurück an der NA-125 geht es nochmals 4 km in westliche Richtung. Erneut versuchen wir in das Biosphärenreservat einzufahren, aber diesmal kommen wir nicht weit, denn zusätzlich zur Schotterpiste ragen einige Büsche deutlich in die Fahrbahn hinein und wir sind hier keinesfalls hergekommen, um uns die Scheiben zu ruinieren. Also legen wir gleich wieder den Rückwärtsgang ein und fahren auf die NA-125 zurück.

 

Uns reicht es nun. Wir geben dem Navi vor, uns nach Riglos zu bringen. Das sind von hier aus gut 90 km, das sollte in knapp 2 Stunden zu schaffen sein. Die ersten ca. 30 km gehen durch eine ebene, überwiegend landwirtschaftlich genutzte Hochebene, die landschaftlich ziemlich öde daher kommt. Auf der gut ausgebauten Straße rollt unser Wägelchen aber ganz sanft dahin, ein schöner Kontrast zu den Schotterpisten der letzten Tage.

Dann endet die etwas langweilige, aber schöne gerade Straße und wir müssen uns über eine nun merklich enger werdende A-125 eine Geländestufe hinaufarbeiten. Nachdem wir die erste Geländestufe erklommen haben, geht es auf kurvenreicher Strecke beständig leicht auf und nieder. Die immer noch landwirtschaftlich genutzten Flächen werden deutlich kleiner und müssen sich das Land mit Steinkegeln unterschiedlichster Größe teilen. Die Straße weist zahlreiche Flickstellen auf und manchmal rumpelt es ordentlich, obwohl wir ja eigentlich auf Asphalt unterwegs sind.

So geht es etwa 20 km, bis sich der Blick an einer der Kurven auf eine weitere Hochebene öffnet. Diese ist nun herrlich grün und in der Ferne sind im blauen Dunst die Vorboten der Pyrenäen zu erkennen.

Wir steigen aus und machen ein paar Fotos. Wir ernten frischen Thymian, der hier sehr zahlreich überall wächst und deutlich intensiver riecht, als wir das von zu Hause gewohnt sind.

Während wir parken, überholt uns ein Langschiff. Eigentlich sind wir ja meistens das langsamste Fahrzeug, aber der Kollege ist noch etwas gemütlicher unterwegs. Uns ist das wurscht, aber auf dem engen Sträßchen wird es für PKW fast unmöglich, zwei hintereinander fahrende Womos zu überholen. Also halten wir etwas mehr Abstand, was den PKW aber auch nicht hilft. Hier im Bild befinden wir uns gerade auf der Puente de Ardisa, die hier den aufgestauten Rio Ardisa überquert.

 

Bei Ayerbe endet die A-125 und wir biegen nun in die A-132 ein. Schon wenig später sind die Säulen von Riglos bereits von weitem zu sehen. Es müssen gewaltige steinerne Türme sein, die sich da vor dem Hochplateau aufbauen. Als wir noch etwa knapp 10 km bis zum Ziel haben, fliegt auf der rechten Seite ein unscheinbares Hinweisschild zu den Mallos de Riglos an uns vorbei. Unser Navi meint, wir sollten geradeaus weiterfahren. An den Bardenas Reales haben wir den Fehler gemacht dem erst besten Hinweisschild zu folgen, das möchten wir hier nicht wiederholen, also geht es diesmal dem Navi nach.

Schon kurz danach überqueren wir den Rio Gállego, dessen grüne Fluten uns beeindrucken.

Wenig später erreichen wir die Ortschaft Murillo de Gállego. Nun sieht man die Mallos schon ganz nah. Doch wir befinden uns auf der falschen Seite des Flusses und als wir fast schon vor den Mallos stehen, findet sich partout keine Brücke, über die wir das andere Ufer erreichen könnten.

Hinter Murillo de Gállego taucht dann endlich an einem Stausee die ersehnte Brücke auf. Wir finden die Straßenführung hinter der Brücke allerdings etwas merkwürdig und tatsächlich führt uns die Straße gar nicht ans Ziel, sondern in ein benachbartes Tal, sodass wir die Mallos komplett aus dem Auge verlieren.

 

Uns bleibt also nichts übrig, als umzudrehen, bis zu dem Wegweiser zurückzufahren und dem dann zu folgen. Wie wir es auch machen, Murphy lauert einfach überall.


Das unnötige Getucker hat aber auch eine gute Seite. Zunächst einmal finden wir einen Parkplatz am Rande der Straße, von dem aus man ausreichend Distanz zu den Mallos hat, um den Fluss nebst Felsformationen formatfüllend ins Bild zu setzen.

Darüber hinaus entdecken wir auf dem Fluss eine Gruppe von Schlauchbooten, die sich auf uns zu bewegen. Hätten wir gleich den richtigen Weg zu den Mallos eingeschlagen, hätten wir diese Motive natürlich verpasst.

Also schnell das Teleobjektiv herausgeholt und draufgehalten.

Noch bevor wir nun endgültig das Tagesziel ansteuern, machen wir wenige Kilometer vor Riglos noch unsere Mittagspause. Schön im Grünen gelegen, bietet sich dieser etwas versteckt liegende Spot dazu an. Hier können wir uns noch einmal so richtig ausdehnen, wer weiß wie viel Platz wir an den Mallos haben werden.