Von Sérignan nach Marseillan Plage

Am Sandstrand von Marseillan

Montag, 28.11.2022

Heute haben wir erneut einen Regentag, also werden wir den Tag nutzen, um umziehen nach Marseillan-Plage. Am dortigen Strand wird es vermutlich nicht wesentlich anders aussehen als hier. Aber wir haben dort eventuell die Möglichkeit, mit dem Bus oder dem Zug nach Sète zu fahren, das wir schon immer einmal sehen wollten. In Sète gibt es aktuell keinen sicheren Stellplatz, weshalb wir dort leider nicht unterkommen können.

 

Am Morgen gammeln wir ziemlich herum und verlassen den Platz in Sérignan-Plage erst gegen 12:00 Uhr. Netter Zug von den Platzeignern, dass sie uns nicht schon vorher vom Acker jagen. Den Rest des Tages können wir dann noch optimal für Reinigungsarbeiten nutzen, zumal der Regen nicht durchgängig, sondern nur sporadisch fällt.

Nach 15 Minuten Fahrt in Richtung Agde sieht Angelika auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Töpferei. Bis Michael das realisiert hat, sind wir schon an der Einfahrt vorbei. Hektische Reaktionen oder unüberlegte Spurwechsel mit dem Womo sind aber generell eine ganz schlechte Idee. Also geht es erst einmal geradeaus weiter, was Angelika mit einem ziemlich jämmerlichen Oooaaaaa kommentiert. Sowas kann nerven. Männer wissen, wovon Michael redet. Weil wir schon an einigen Töpfereien vorbeigefahren sind und heute wirklich Zeit haben, nutzen wir den nächsten Kreisel zum Drehen und machen einen kurzen Zwischenstopp. Oben sieht man eine kleine Auswahl dessen, was Angelika alles so interessant fand. Und natürlich hat sie auch etwas gekauft. Danach geht es weiter nach Agde.

 

Als wir einen Hyper-U Supermarkt, also ein ziemlich großes "Kaufhaus" sehen, legen wir den nächsten Stopp ein. Angelika geht einkaufen und Michael macht eine Außenreinigung des Fahrzeugs, das in den letzten Tagen doch reichlich Dreck angesetzt hat.

 

Da wir in 5 Tagen zu Hause sein wollen, dort aber mit Frost rechnen müssen und auch ein Wasserhahn schon seit geraumer Zeit Stress macht, entschließen wir uns auch, das Trinkwasser abzulassen, sämtliche Leitungen mit Druckluft auszublasen und das Fahrzeug damit schon heute winterfest zu machen. Für Körperpflege, Kaffee kochen und Essen zubereiten, bunkern wir Trinkwasser in zwei entleerten Mineralwasserkästen. Das geht besser als wir anfangs dachten.

 

Das Wasser ausblasen zieht sich allerdings ganz schön hin. Es ist nicht zu glauben, wie viel Wasser selbst dann noch im System ist, wenn man den Absperrriegel der Truma schon lange geöffnet hat. Wegen zusätzlicher Einbauten haben wir auch insgesamt 5 Wasserhähne, das nimmt dann noch mehr Zeit in Anspruch. Am Ende sind wir aber froh, dass wir uns die Arbeit gemacht haben. So haben wir nun keinen Stress mehr, wenn wir nach Hause kommen.

 

Trotz der geringen Entfernung erreichen wir Marseillan Plage erst am späten Nachmittag. Der Stellplatz ist zum Glück nur mäßig belegt, jetzt bleibt nur noch den gemütlichen Abend einzuläuten.

Dienstag, 29.11.2022

Marseillan-Plage

Marseillan ist eine französische Gemeinde mit ca. 7.500 Einwohnern im Département Hérault in der Region Okzitanien. Der Fischerort liegt ca. 50 Kilometer entfernt von Montpellier an der Mittelmeerküste. Weitere anliegende Gewässer sind der Canal du Midi und der Étang de Thau, nahe gelegene Städte sind Agde und Sète. Vier Kilometer vom eigentlichen Ortskern, direkt an der Küste befindet sich das zur Gemeinde gehörende Seebad Marseillan-Plage, das 1947 gegründet wurde (Wikipedia). 

Wie man sieht, gibt es in Marseillan-Plage mehr als genug Campingplätze, die allerdings im November alle geschlossen sind. So bleibt uns nur der Stellplatz. Vom Stellplatz aus sind es nur wenige Minten Fußweg zur Palmenallee (Avenue de la Méditerranée), die geradewegs zum Strand führt (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).

Die Einfahrt zum Stellplatz. Rechts daneben und somit außerhalb des abgesperrten Bereiches befindet sich die VE-Station. Die kann deshalb auch von Fahrzeugen genutzt werden, die nicht auf den Platz möchten.

Die VE-Station außerhalb des Platzes an die Straße angrenzend.

Viel Platz für Leute, die gerne allein stehen. Und für 5 € ist das ein sehr ordentlicher Stellplatz, Fahrwege asphaltiert, Stellflächen geschottert, auch bei Regen also eine saubere Sache. 

Ist der Platz allerdings wirklich einmal voll, dann sieht man schon an den Trennbalken, dass die Parzellen nicht allzu üppig bemessen sind. Es gibt übrigens auch Plätze mit Stromanschluss, die sind aber in der Regel zuerst weg. Deshalb können wir auch jedem nur empfehlen, sich über kurz oder lang eine Solaranlage zuzulegen. Da ist man einfach flexibler.

Wegen der fortgeschrittenen Zeit hechtet Michael noch einmal schnell alleine in den Ort und an den Strand, um zu sehen, ob sich ein Besuch lohnt. Unweit des Stellplatzes trifft er auf diese Palmenallee, die direkt ans Meer führt.

Immer wieder ein Erlebnis, die heran rauschenden Wellen mit allen Sinnen aufzunehmen.

Ein wirklich schöner Sandstrand. Kinderparadies sage ich nur.

Und dazu noch ein farbenprächtiger Sonnenuntergang. Davon zehren wir den ganzen Winter.