Bordeaux Stadt und Campingplatz

Samstag, 16.03.2024

Weiter geht es an der Sculpture sanna vorbei.

Ein nachdenklicher und anlehnungsbedürftiger Chronist.

Ein hübscher Konsumtempel am Places des Grands Hommes in der nördlichen Altstadt von Bordeaux gelegen. Der sieht von innen ganz schön aus, man darf aber nicht fotografieren. Michael hat es natürlich trotzdem gemacht, möchte aber keinen Beitrag leisten, um die Sicherheit dieses Ortes zu untergraben. Deshalb gibt es leider keine Einblicke, nur die Empfehlung sich die Lokalität einmal anzusehen, wenn man in der Nähe ist.

Unweit vom Places des Grands Hommes befindet sich dieser schöne Brunnen am Monument aux Girondins bzw. am Place des Quinconces. Auf den nahegelegenen Rummel hätten wir gut verzichten können, aber uns fragt ja keiner.

Vom Monument aux Girondins ist es wiederum nur ein Katzensprung bis zum Jardin Public. Nach langen Fußmärschen und an heißen Tagen, ein wahrer Segen für das Geläuf geschundener Fußgänger (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).

Ein etwas überdimensioniertes Einkaufskörbchen.

Eine hübsche kleine Brücke mit beeindruckender Botanik am Wegesrand.

Und noch ein Blick von der Brücke auf diese recht ungewöhnliche Wuchsform.

Das unter der Brücke befindliche Gewässer bietet zahlreichen Wasserbewohnern eine Bleibe.

Auch eine kurze Bootstour ist möglich, man kann hier wirklich ganz gut entspannen.

Ein letzter Blick auf Brücke und Teich aus der Entfernung, bevor es in den Bezirk Chartrons geht.

Die Église Saint-Louis des Chartrons in der Rue Notre Dame, Bezirk Chartrons.

Die Rue Notre Dame, gewissermaßen die Hauptstraße im Bezirk Chartrons. Hier lohnt es sich durch die Gassen zu flanieren. Und was sagt uns die Fremdenverkehrswerbung hierzu? Die von Weinhändlern, Restaurants und trendigen Boutiquen gesäumte Notre-Dame-Straße ist eine Art Arterie, in der Sie im Schatten der gotischen Türme der Kirche Saint-Louis alles tun können. Klingt ziemlich geschwollen, sagt alles und nichts, aber das machen die Franzosen manchmal ganz gerne. Tut ja keinem weh!

Unsere letzte Station auf dem Fußweg nach Norden ist die Halle des Chartrons im Bezirk Chartron. Auch hier lässt man es sich gut gehen. Danach geht es zurück an die Hauptstraße und zur Straßenbahn, die uns in Richtung Messegelände bringt. Gerne würden wir dort den Bus nehmen, doch der fährt erst in 40 Minuten, da sind wir zu Fuß doch um einiges schneller. 

 

Den Fußweg können wir allerdings nur hartgesottenen Zeitgenossen empfehlen, denn der Weg ist nicht wirklich schön, führt direkt neben der 4-spurigen Straße mit recht viel Lärm entlang. Wir bekommen heute wieder einmal die volle Ladung, denn im Velodrom ist irgendeine Veranstaltung, die Biker angelockt hat. Und etliche Biker meinen, sie müssten auf der 4-spurigen Straße mal zeigen, was sie alles können und vor allem wie viele Dezibel ihre Zweiräder ausstoßen können. Also lärmtechnisch haben wir heute absolut den schwarzen Peter gezogen, falls man das noch sagen darf. Ist ja denkbar, dass sich irgendein Peter auf den Schlips getreten fühlt.

Trotz einiger ungünstiger Begleitumstände hat es uns in Bordeaux gut gefallen und wir werden hier sicherlich gerne wieder einmal einen Halt einlegen. Wir haben noch lange nicht alles gesehen und vieles von dem, was wir gesehen haben, ist durchaus einen zweiten Blick wert.     

Nun noch einige Bemerkungen zu unserer Unterkunft. Zunächst eine schematische Darstellung des Campingplatzes. Wenn der voll belegt ist, ist hier ganz schön was los.

Die Parzellen sind nicht wirklich schön bei Regenwetter und auch an den Tagen danach. Ein hoher Feinkornanteil des Bodens sorgt für matschigen Untergrund, sobald es regnet.

So versaut man sich ordentlich das Geläuf, trägt reichlich Dreck ins Wohnzimmer und das Verlassen des Platzes kann auch recht mühsam werden. Ein wenig Schotterauflage täte so mancher Parzelle ganz gut.

Der Sanitärbereich, links die Toiletten, rechts Spül- und Waschbecken sowie Duschen. Alles in Unisexausführung. Uns stört es nicht und die 15 Geschlechter, die manche fortgeschrittenen Zeitgenossen inzwischen erkannt haben wollen, werden hier auch nicht diskriminiert. Bin mal gespannt, wann die Rolle rückwärts kommt.     

Der Sanitärbereich. Sieht so weit alles ganz ordentlich aus. Wegen der Unisexausführung sind die Waschbecken alle in separat abschließbaren Kabinen untergebracht. Ist doch ok so.

Reinigungskräfte bei der Arbeit haben wir auch gesehen, also nichts Wesentliches zu beanstanden.

Dusche mit kleinem Vorraum, der dafür sorgt, dass man nach dem Duschen auch noch trockene Kleidung anzuziehen hat.

Die Stromanschlüsse sind etwas baufällig, nicht immer gut einzusehen und an manchen Plätzen braucht man eine bis zu 20 m lange Leitung. Nicht optimal gelöst also, die Stromversorgung.

Grauwasserentleerung vor der Edelstahlsäule. An der Säule Schwarzwasserentleerung und Trinkwasseranschluss.

Leider wieder einmal ein schönes Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Ein blauer Schlauch signalisiert Trinkwasser, ein grauer Schlauch dagegen Brauchwasser. Ungünstiger Weise sind die Schläuche genau falsch herum angeschlossen. So gelangt dann gerne einmal Brauchwasser in den Trinkwassertank oder es werden die Toilettenboxen mit dem Trinkwasserschlauch gespült. Alles keine wirklich schönen Aussichten. Deshalb gilt bei jeder Wasseraufnahme: Fremdschläuche immer entfernen, nur so ist man auf der sicheren Seite. Murphys Gesetz gilt überall.