Reisekosten

Verbräuche und Fazit

Tages- und Gesamtkilometer, Übernachtungsorte, Verbräuche an Motoröl, AdBlue und Diesel und die Übernachtungskosten auf einen Blick (Erläuterungen siehe unten).

Allerdings tendieren wir eher dazu, sparsam mit Sprit, AdBlue und Gas umzugehen. Das ist ein Luxus, den man sich aber auch leisten können muss. Wer nur 2 Wochen Urlaubszeit hat und Strecke machen will oder muss, der sollte von 11 bis 12 Litern Diesel auf 100 km ausgehen. Die von uns ausgewiesenen 8,5 bis 9 Liter, sind dann nicht zu erreichen. Da wir höchst selten im Winter unterwegs sind, reicht uns (2 Personen) eine 11 kg Gasflasche für etwa 6 bis 7 Wochen. Wir haben deshalb auch gar keinen Stress mit Gasflaschentausch, wenn wir 2 bis 3 Monate ins Ausland fahren, denn 2 Gasflaschen reichen uns da locker aus.

 

Um das zu schaffen, nutzen wir konsequent alle sich bietenden Einsparmöglichkeiten. Wir lassen zum Beispiel die Truma nicht den ganzen Tag das Wasser aufwärmen, sondern heizen nur dann auf, wenn warmes Wasser wirklich benötigt wird. Gering verschmutztes Geschirr wird mit kaltem Wasser gewaschen. Öle und Fette werden mit Papier aufgenommen, bevor Pfannen etc. in die Spüle wandern. Wann immer wir auf Stell- oder Campingplätzen Wasseranschlüsse haben, wird „extern“ gespült.  Die paar Meter Fußweg tun nicht nur unserem Gasvorrat, sondern auch unserem Kreislauf gut. 

 

Auch frei Stehen ist ein Luxus, den man sich vor allem dann leisten kann, wenn man viel Zeit hat. Ein guter Schnitt für die Übernachtungskosten liegt in der Nebensaison bei etwa 15 €, vorausgesetzt man steht gelegentlich frei und nutzt öfters auch mal Stellplätze. Wir liegen derzeit mit 150 Übernachtungen bei knapp 11 € pro Nacht, sind allerdings auch überwiegend auf Stellplätzen unterwegs. Wie man unten sieht, kann man aber auch auf deutlich unter 7 € pro Nacht kommen. Das war diesmal allerdings auch dem Umstand geschuldet, dass fast alle Campingplätze geschlossen waren und eigentlich kostenpflichtige Stellplätze, jahreszeitlich bedingt, kostenfrei waren. Alle 3 bis 4 Tage mal einen Campingplatz ist aber schon ganz angenehm, das hat uns gefehlt.

 

Eine wichtige Rolle spielen inzwischen auch die Stromkosten, eine Art Zweitmiete, die bis zu 30 % der Stellplatzkosten ausmachen kann. Denn viele Platzbetreiber lassen sich den Strom mehr als ordentlich bezahlen. Fünf Euro pro Tag sind inzwischen fast schon die Norm. Dem können wir, dank Solaranlage, gut aus dem Weg gehen. Die Solaranlage hat auch noch einen anderen Vorteil. Weil das Fahrzeug im Winter lange steht und auch bei Stillstand Stromverbräuche stattfinden, hatten wir im ersten Betriebsjahr das Problem, dass die Batteriespannung der Fahrzeugbatterie ziemlich in den Keller ging. Seit die Solaranlage über einen Regler auch die Fahrzeugbatterie grundversorgt, gibt es keinen Stress mehr. Ständige winterliche Batteriekontrollen, Ausfahrten mit Sommerreifen, dazu unnötiger Dieselverbrauch, um die Batterie zu laden sind jetzt nicht mehr erforderlich. Unsere Solaranlage war natürlich auch nicht ganz billig. Wir haben uns allerdings ausgerechnet, dass die Anlage je nach Inflation bereits nach etwa 450 Übernachtungen bezahlt ist. Das sind maximal 5 Betriebsjahre. Das lohnt sich also in jedem Fall. Nachfolgend eine Aufstellung der Verbräuche während unseres Südfrankreichurlaubs.

 

Für inzwischen 32.414 km Strecke haben wir uns wieder einmal den AdBlue-Verbrauch angesehen (AdBlue-Verbrauch 58,34 l, Dieselverbrauch, 2883,96 l).  Der ist gegenüber der ersten Kontrolle bei ca. 5.000 km von 210 ml auf jetzt 202 ml bzw. 0,202 l auf 100 km geringfügig gefallen. Das sind 2,27 % des Kraftstoffverbrauchs von aktuell 8,9 Liter / 100 km. 

 

Übernachtung, Camping- und Stellplätze, Parken

 

Bei der Auswahl der Übernachtungsquartiere verließen wir uns wieder weitgehend auf die Apps park4night und Campercontact. Häufig sind die Bewertungen recht aktuell und die 10 € Jahresgebühr für park4night sind absolut fair. Bei Campercontact nutzen wir derzeit die kostenlose Version. 

 

Im Gegensatz zur deutschen Ostsee haben wir an der französischen Küste höchst selten, und wenn dann nur sehr moderate Kurtaxen zahlen müssen. Sehr viele Orte bemühen sich auch kostengünstige Übernachtungsmöglichkeiten für Camper zu schaffen.