Zaandam und Schans

Donnerstag, 14.09.2023

Beim Stöbern im Netz sehen wir zufälligerweise ein Foto des Inntelhotels in Zaandam. Na, das sieht ja toll aus, das sollten wir auf unsere Liste für den nächsten Besuch in den Niederlanden setzen. Schauen wir aber erst einmal, wo Zaandam eigentlich liegt? Huch, das liegt ja nur 13 km von unserem Campingplatz entfernt. Mit dem Fahrrad sind das gerade einmal 45 Minuten und in diese Richtung dürfte auch das Radwegenetz ziemlich leer sein. Man sollte also ausgesprochen gemütlich dorthin radeln können. Das lässt Michael jetzt keine Ruhe mehr.

 

Angelika braucht ohnehin mal eine Pause, denn sie hat sich bei den vielen Laufkilometern einige Blasen eingefangen und sollte deshalb mal die Beine hochlegen. Also wird gegen 10:00 Uhr das Rad startklar gemacht und schon geht es los.

 

Der Weg führt zunächst zum Café de Ceuvel, dann zur NDSM-Werft und dann weiter auf unbekanntem Terrain.

Von einer Brücke östlich von Zaandam sind hinten links schon die ersten Grüntöne des Stadtzentrums zu erkennen.

In einem 4-geschossigen Parkhaus unweit des Bahnhofs sind hunderte Fahrräder abgestellt. Es sind vermutlich Pendler, die mit der Bahn nach Amsterdam zur Arbeit gefahren sind. Bis zur Centraal Station sind es gerade mal 15 Minuten. Wer also kein Rad mit in den Urlaub nehmen kann, kann sich auch der Bahn bedienen. Und nun zu Zaandam.

Hier die Zuwegung zu Bahnhof, Stadtzentrum und Parkhaus für Fahrradfahrer.

Die dominierende Farbe in Zaandams Zentrum ist Grün.

Blick vom Fahrrad-Parkhaus auf den überbauten Bahnhof von Zaandam.

Das Rathaus unweit des Bahnhofs.

Das Gebäudeensemble rund um das Rathaus.

Eine künstlich angelegte Gewässerstrecke sorgt für ein angenehmes Mikroklima.

Ein Wasserfall, unmittelbar vor dem Hotel gelegen, verstärkt den Effekt noch.

Inntelhotel Zaandam

Das Inntelhotel, ein architektonisch wirklich gelungener Entwurf nach Michaels allerdings unmaßgeblicher Meinung. Bezüglich des Hotelinnenlebens gibt es den einen oder andere Missklang. Von außen schwer zu sagen, ob es an überzogenen Vorstellungen der Besucher oder unzureichenden Leistungen des Betreibers liegt.

Inntelhotel Zaandam

Die Ostseite des Inntelhotels.

Inntelhotel Zaandam

Und hier die Schokoladenseite des Gebäudes wieder einmal dank eines Gewässers.

Inntelhotel Zaandam

Der Blickwinkel ist aber auch nicht schlecht. Die haben es einfach drauf, diese "Holländer".

Inntelhotel Zaandam

Hätte man keinen Größenvergleich, könnte man fasst denken, man sei in Madurodam.

Das Freiluftmuseum Zaanse Schans haben wir im September 2023 nicht besucht. Da es aber nur etwa 5 km von Zaandam entfernt ist und wir 2015 vor Ort waren, haben wir nachfolgend einige Fotos mit in den aktuellen Bericht übernommen, um zu zeigen, dass man diese beiden Locations und auch Zaandijk bestens zu einem wunderschönen Tagesausflug kombinieren kann.

Weltweite Bekanntheit erlangt Zaandam durch das Freiluftmuseum Zaanse Schans, das im Jahr 2017 über 2 Millionen Besucher angelockt hat. Es ist bekannt für seine zahlreichen Mühlen und alten Holzhäuser. Die Zaanse Schans entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die industrielle Revolution die Zaanstreek erreichte. So entwickelte sich ein charakteristisches Arbeiterviertel, in dem Arbeiten und Wohnen miteinander vereint wurde.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann der Aufbau des Freiluftmuseums. Am 12. September 1961 wurde die Stichting de Zaanse Schans gegründet. In den Folgejahren wurden viele Häuser und Mühlen aus der Zaanstreek zur Zaanse Schans geliefert, die man dort wiederaufbaute und restaurierte. Man wollte damit das Aussehen eines typischen Wohnviertels in der Zaanstreek darstellen. Das Museum dient zur Repräsentation des historischen Erbes des ersten Industriegebietes der Welt.

Zaanse Schans mit Zaans Museum, Zaandam

Auf der Zaanse Schans liegt außerdem das 1998 eröffnete Zaans Museum. In dem Museum sind regionale Exponate ausgestellt, die die Wohn- und Industriekultur zu Zeiten der industriellen Revolution präsentieren. Die wohnkulturelle Sammlung besteht vor allem aus Trachten, traditionell bemalten Möbeln sowie Alltagsgegenständen des 19. Jahrhunderts, während aus dem industriekulturellen Bereich überwiegend Exponate lokaler Unternehmen wie Albert Heijn, Bruynzeel und Verkade gezeigt werden (überwiegend Wikipedia entnommen).

Das Museum konnte 2015 das Gemälde „De Voorzaan en de Westerhem“ von Claude Monet erwerben, das das typische Erscheinungsbild der Zaanstreek wiedergibt. Neben der Museumsausstellung werden drei weitere Außenstellungen auf der Zaanse Schans betrieben: die Böttcherei, die Jisper Fischerhütte und das Weberhaus. Im Zentrum von Zaandam befinden sich zudem das Zar-Peter-Haus und das Hembrug Museum, die Teil des Zaans Museum sind.