Apt und Villars

Übernachtungen in Apt und Villars

 

Dienstag, 08.11.2022 - Apt

Heute wollen wir uns einmal das Städtchen Apt ansehen. Das liegt ca. 10 km südöstlich von Roussillon und ist deutlich größer. Dem entsprechend gibt es, anders als in Roussillon eine ganze Reihe von Einkaufsmöglichkeiten. Gegen 08:00 Uhr brechen wir vom Stellplatz in Roussillon auf.

Am Ortsausgang sehen wir uns noch kurz das Ockermuseum an. Das allerdings nur von außen, denn es ist noch geschlossen.  

Hier besteht noch einiger Renovierungsbedarf. Vielleicht ist es ja bei unserem nächsten Besuch fertiggestellt, dann macht es umso mehr Freude. Gegen 09:30 Uhr brechen wir dann endgültig in Richtung Apt auf. In Apt erkunden wir vom Womo aus erst einmal, ob sich ein Besuch lohnen könnte und wie es mit den Einkaufsmöglichkeiten aussieht. Dabei sehen wir gleich, dass es überhaupt keinen Sinn macht mit dem Womo in die Altstadt fahren zu wollen. Also drehen wir ab und suchen den lokalen Stellplatz.

Der Stellplatz liegt gut 2,5 km vom historischen Zentrum entfernt, also relativ weit draussen. Wenn man schon den halben Tag in der Altstadt herumläuft, dann möchte man nicht noch bis dort hin laufen, zumal die Hauptstraße stark befahren ist und das Laufen entlang dieser Straße alles andere als schön ist (Quelle: openstreetmap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).

Der Stellplatz liegt unweit eines Badsees, da kann man sich im Sommer, wenn man aus der aufgeheizten Stadt zurückkommt, nochmal schön abkühlen. Schatten findet man allerdings noch nicht viel, denn der Platz ist relativ neu und die Bepflanzung wird noch einige Jahren brauchen, ehe sie nennenswerte sommerliche Beschattung bereitstellen kann.   

Auch dieser Platz wird von Camping Car Park betrieben, was uns das Einchecken erleichtert, weil wir das Prozedere bereits kennen. Da die VE-Station vor der Schranke liegt, kann man hier immerhin sein Grauwasser kostenlos entleeren. Frischwasser gibt es allerdings nur gegen Bares.   

Der Stellplatz vom hinteren Ende aus aufgenommen. In ein paar Jahren ist das ein hübsches Plätzchen. Wegen des nahegelegenen Sees würden wir den Platz in der Hauptsaison frühzeitig anfahren. Der See lockt gewiss viele Interessenten an und die Zahl der Plätze ist begrenzt, wie man sieht.

Wenn der Stellplatz schon so weit außerhalb liegt, trifft es sich gut, dass die Stadt kostenlose Kleinbusse betreibt, mit denen man sich im Stadtgebiet bequem an alle interessanten Orte bringen lassen kann. Allerdings fährt der Bus nicht direkt vor dem Campingplatz ab sondern man muss einige hundert Meter zu Fuß bis zur nächsten Haltestelle gehen. Wir Dödel haben uns dann noch selbst ein Bein gestellt, weil wir die Beschilderung der Bushaltestellen nicht als solche erkannt haben. Also sind wir noch ein ganzes Stück weiter bis an die Hauptstraße gelaufen und dort erst eingestiegen. Gelohnt hat es sich dennoch, denn es war auch von dort noch ein ganzes Stück Weg zu bewältigen.

Am Place de la Bouquerie verlassen wir den Bus und stehen dann unmittelbar vor dem historischen Stadtkern.

Über die Rue du Dr. Gros gelangen wir an den Place Gabriel Péri, an dem sich das Rathaus befindet. Einige Schnappschüsse später tauchen wir in die Altstadt ein und bewegen uns etwas planlos durch die alten Gassen.


Natürlich ist an einem Werktag im November hier wenig los, aber das kommt uns gelegen.

Immerhin erkennen wir, dass in dem Städtchen ausreichend Kleingewerbe vorhanden ist, das einen schönen Sommertag zu einem wirklich lohnenden Ziel machen kann.

Die Cathédrale Sainte-Anne am Place de la Cathédrale von der Rue des Marchands aus aufgenommen.

Der Tour de L’Horloge in der Rue des Marchands.

Kunstvoll gestaltete Beschattung, die uns im Spätherbst allerdings wenig bringt. Immerhin schön anzusehen.

Stadttor "Porte de Saignon" am östlichen Ende der Altstadt, unmittelbar vor dem Place Lauze de Perret.  

Stadttor "Porte de Saignon" vom Place Lauze de Perret aus aufgenommen. Am Place Lauze de Perret treffen wir auf einen kleinen Markt, der allerdings schon in Auflösung begriffen ist. Immerhin können wir noch einige Besorgungen machen, bevor es zurück geht zur Bushaltestelle. Leider fährt der Bus nur stündlich, so dass es bei der ersten Fahrt ein wenig Glück braucht, will man lange Wartezeiten vermeiden.

 

Am späten Nachmittag sind wir zurück am Stellplatz oberhalb des Badesees und machen uns einen gemütlichen Nachmittag. Die Nacht verbringen wir auf dem Stellplatz in Apt.

 

Mittwoch, 09.11.2022 - Villars

Heute würden wir uns gerne ein weiteres Ockerfelsenensemble ansehen. Doch der Himmel ist bewölkt und Regen den ganzen Tag nicht auszuschließen. Wir möchten ungerne unterwegs auf einer Wanderung gegossen werden und grauenhafte Fotos braucht auch kein Mensch. Also fahren wir nicht nach Rustrel, dem eigentlichen Ziel, sondern suchen den zu Rustrel nächstgelegenen Stellplatz auf, den wir in dem kleinen Ort Villars finden und richten uns dort häuslich ein.

 

Der Platz Aire de Campingcar Les hautes garrigues ist klein aber sehr gemütlich, liegt an der Ortsgrenze von Villars, mit kurzen Wegen ins Grüne, hat Strom, sogar einen Holzkohlegrill und Bänke, an denen man es sich auch im Freien mal gemütlich hinsetzen kann. Eigentlich genau das was wir suchen, wenngleich wir nichts gegen Toiletten und Duschen einzuwenden hätten, die hier, wie auf den meisten Stellplätzen fehlen. Leider haben wir es wegen des garstigen Wetters verpasst ein paar Aufnahmen vom Platz zu machen. 

 

Ungünstig ist, dass sich unmittelbar oberhalb des Platzes ein Kanalreiniger befindet, dessen LKW und PKW zu Betriebsbeginn und -ende doch einigen Lärm verursachen, was nicht jedem gefallen dürfte. Mit dem Einlass per EC-Karte ist es wieder etwas tricky, aber nach 2 Versuchen schaffen wir es. Da kein Ort in der Nähe ist, in dem man größere Einkäufe tätigen könnte, sollte man zusehen, dass der Kühlschrank bei der Anreise gut gefüllt ist.

Lavendelfeld auf dem Weg in Richtung Rustrel. Zwischen Roussillon und Rustrel gibt es eine ganze Reihe von Lavendelfeldern. Ohnehin haben wir einige besuchenswerte Orte und Lokalitäten nicht anschauen können, so dass sich ein weiterer Besuch absolut lohnen wird.


Während Michael die Buchführung macht, entschließt sich Angelika mal schnell in den Ort Villars zu laufen, um zu schauen, ob es hier Lebensmittel zu kaufen gibt. Das ist leider nicht der Fall und so bringt sie zumindest einige Impressionen mit nach Hause.

Hier wieder einer der bei Gemeindeverwaltungen ausgesprochen beliebten, schlafenden Polizisten. So klein kann ein Ort gar nicht sein, als dass man auf diese verzichten würde.


Postamt mit morbidem Charme und zentraler Platz in Villars.

Gemütliches Plätzchen im Sommer, jetzt eher nicht.


Malerische Dorfecken.

Die kommen bei Angelika immer gut an.

Ja und das war es dann auch schon. Überraschenderweise blieb es heute entgegen der Vorhersage lange Zeit trocken und wir überlegten schon unsere Aktivitäten nach draußen zu verlegen. Am späten Nachmittag erwischt es uns dann aber doch noch. Wir haben gerade den Holzkohlegrill in Betrieb genommen, um einige leckere Bratwürste zu garen, da fängt es an zu tröpfeln. Gut beschirmt packen wir es gerade noch unsere Bratwürste gar zu bekommen. Danach gilt es ins Womo zu flüchten, denn nun geht es richtig los mit Blitz, Donner und mehreren lange anhaltenden Wolkenbrüchen, die sich bis in den Abend hinein ziehen. Zeitweise prasseln die Schauer so heftig auf unser Dach, dass man kaum noch sein eigenes Wort versteht.  Zum Glück stehen wir am Hang und nicht irgendwo in der Talaue, wo sich viel Wasser sammeln könnte. So kann die Brühe schön ablaufen und wir können, zumal es am Abend dann auch nachlässt, beruhigt einschlafen.