Sète

Freitag, 29.03.2024

Die Stadt Sète liegt 32 km südwestlich der Stadt Montpellier direkt am Mittelmeer auf einer schmalen Landzunge zwischen dem Mittelmeer und der 18 km langen Lagune Étang de Thau (auch „Bassin de Thau“). Sète ist praktisch von allen Seiten von Wasser umgeben und wird deswegen auch als „Klein-Venedig des Languedoc“ bezeichnet. Das Zentrum der Stadt ist der Canal Royal (Königskanal), an dem viele Souvenirläden und Restaurants liegen. Stilistisch ist die Stadt eine Mischung mediterraner Stile mit deutlichem italienischem Akzent.

 

Sète hat zwölf Brücken, darunter drei Klapp- und zwei Drehbrücken. Das Quartier „Haut“, das sich am Stadthügel entlangzieht, hat bis heute seinen malerischen Charme behalten. Der 183 Meter hohe Stadthügel Mont Saint-Clair am südlichen Stadtrand, ein Kalksteinfelsen, bietet vom Gipfel aus in alle Himmelsrichtungen Panoramaaussichten über die Gewässer. Der Hafen besteht seit Juli 1666, der Patron von Hafen und Stadt ist der 1297 heiliggesprochene Ludwig IX.

 

Auf dem Weg über die Sandbank „Le Toc“ zum 19 km entfernten südwestlich von Sète gelegenen Ort Cap d’Agde befinden sich auf 15 km Länge verschiedene Sandstrände, die im Sommer von Einheimischen und Touristen zum Baden genutzt werden. Um den Étang de Thau haben sich im Laufe der Geschichte Fischer- und Winzerdörfer ausgebreitet (überwiegend Wikipedia entnommen).

Sète

Da die Zeit heute schon weit fortgeschritten ist und in Montpellier morgen ein Straßenmarkt stattfinden soll, entscheiden wir uns heute noch nach Sète zu fahren. Mit der Linie 602 geht es bis zur Endstation, dem Quai Noel Guignon. Dort befinden wir uns inmitten der Wasserstraßen.

Wenn man es genau nimmt, sehen wir heute eigentlich nur den Hafenbereich und die angrenzenden Wohngebiete, für die gesamte Stadt reicht die Zeit einfach nicht. In der Stadt ist ganz schön was los. Warum nur, es ist doch noch Vorsaison?

Wir machen erst ein paar Fotos vom Canal Royal (Königskanal) und dessen Umgebung und dann geht es kreuz und quer durch die Altstadtgassen.

Entlang der meisten Gewässerpromenaden ist heute gar nicht so viel Betrieb, alles scheint sich auf die Altstadt und das Hafenbecken am Quai de la Consigne zu konzentrieren.


Also schauen wir uns erst einmal die Altstadt an.

Und treffen auf das übliche Sammelsurium aus Restaurants und Einkaufsläden.

Aus wenig etwas zu machen, das haben die Franzosen und Französinnen gut drauf.

Gut aufgehübscht, diese eigentlich etwas langweilige Fassade.

Die Église décanale Saint-Louis in der Rue Pascal am Fuß des Saint-Clair Berges ist der westlichste Punkt, den wir heute von Sète zu Gesicht bekommen. Der nur 175 m hohe Kalksteinhügel des Mont Saint-Clair dominiert weite Strecken der überwiegend flachen französischen Mittelmeerküste und die Stadt Sète. Dort hinaufzusteigen, um einmal den Rundumblick zu genießen, ist sicherlich eine lohnende Sache. Also schon wieder ein Domizil, wo wir unbedingt noch einmal hinmüssen. 

Und hier sehen wir nun auch, warum es heute so geschäftig in der Stadt zugeht. Aktuell findet ein mehrtägiges maritimes Fest statt und so liegen mehrere historische Segler vor Anker bzw. am Kai und überall ist ordentlich was los.

Am Quai de la Consigne liegen mehrere Großsegler, die besichtigt werden können.

Schön herausgeputzt beeindrucken diese Meisterwerke der maritimen Baukunst noch immer ein breites Publikum.

Das Heck, meist das Prunkstück eines Seglers.

Die Besatzung hat sich verkleidet, läuft im Piratenlook auf den Planken auf und ab und lockt die Besucher auf die Boote.

Ein Fischladen am Rande des Quais.

Musik- und Tanzgruppen findet man an vielen Punkten der Stadt.

Kulinarisch wird natürlich auch einiges geboten.

Blick vom Quai de la Consigne in Richtung Überseehafen, wo unter anderem die Fähren nach Marokko ablegen. Das wäre doch mal etwas für die Zukunft.

Blick vom südlichen Ende des Hafenbeckens am Quai de la Consigne in Richtung Festivalgelände.