Estlands Nordosten

Die Küste östlich von Tallinn

Tallinn - Jägala juga - Ostseestrand bei Kaberneeme - Wehrturm bei Kiiu - Majakivi-Findling - RMK Vösu telkimisala bei Metsanurga - RMK Zeltplatz Mustoja lökkekoth (Übernachtungsplatz)

Sonntag, 08.06.2025 - von Tallinn Hafen nach RMK Mustoja lökkekoth - 150 km

Jägala juga - Jägala Wasserfall

Nachdem wir in Tallinn anfänglich einige Probleme mit einem unruhigen Nachtlager hatten, haben wir die letzten beiden Nächte super geschlafen, hatten ja auch einiges nachzuholen. Jetzt sind wir wieder taufrisch. Wir sitzen gemütlich beim Frühstück und lassen es uns gut gehen. Gegen 09:30 Uhr machen wir uns auf den Weg.

Unser erstes Ziel ist der Wasserfall in Jägala. Wie schon in Riga machen wir uns sonntags aus dem Staub, da ist weniger Verkehr. Die vielen Einbahnstraßen in Tallinn machen uns auch so schon ganz schön kirre. Als wir die E 20 bzw. A 1 erreichen, haben wir es geschafft. Auf der zweispurig ausgebauten Fernstraße (Narva-Tallinn) geht es flott gen Osten. Der Wasserfall liegt nördlich der Autobahn. An der Ausfahrt folgen wir der Straße 260 wenige hundert Meter nach Norden, machen einen Schlenker nach Westen, nochmals einen nach Norden, und schon sind wir am Parkplatz, der ist unmittelbar am Jägala-Wasserfall. Gerade sind zwei Busse angekommen, da warten wir lieber einmal im Womo, bis der Ansturm vorbei ist und wir wieder einen vernünftigen Zugang ohne Gedränge haben.

Das Kärtchen zeigt die Zufahrt zum Jägala-Wasserfall von der Straße 1 (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Das Kärtchen zeigt eine vergrößerte Darstellung des Umfeldes des Jägala-Wasserfalls. Wie man sieht, liegt der Wasserfall unmittelbar neben dem Parkplatz. Für Bustouristen ist das perfekt. Aussteigen, 100 m laufen, drei Fotos machen, weiterfahren (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Von der gesamten Anströmbreite, wird vom Wasser nur etwa die Hälfte bedient, weil es jetzt einfach schon zu trocken ist und die Wassermengen deutlich abgenommen haben. Am Ende der 5. Jahreszeit (Eis- und Schneeschmelze) wird das anders aussehen, aber da ist es uns noch viel zu kalt. 

Weder der Parkplatz noch der Zugang zum Wasserfall sind kostenpflichtig. Schön für die Besucher, aber man kann gar nicht glauben, dass noch kein Raubritter auf die Idee gekommen ist, sich hier eine sprudelnde Geldquelle zu erschließen. 

Angelika muss wieder mal als Maßstab herhalten. 

Was wirklich schön ist und was wir schon verschiedentlich angesprochen haben, ist die große Freiheit, die man hier hat. Zwar sind überall in den baltischen Ländern reichlich Kameras, doch es gibt keine Absperrungen, man kann sich die beste Position für seine Fotos aussuchen und wird nicht auf Schritt und Tritt reglementiert. 

Michael muss natürlich unbedingt auch einmal schauen, wie das hinter dem Wasserfall aussieht. Das ist dann allerdings eine Sache fürs Handy. Denn dort hinten füllt der Sprühnebel des feinst verteilten Wassers den gesamten Raum bis zum Fels.

Und so sieht das dann aus, wenn man durch den Wasservorhang blickt.

Die Ostsee bei Kaberneeme

Das Kärtchen zeigt den Parkplatz unweit des Ostseestrandes bei Kaberneeme (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Vom Jägala-Wasserfall folgen wir der Straße 263 weiter nach Nordwesten bis Kaberneeme.

In Kaberneeme treffen wir wieder auf die Küste. Ein großer, leicht anzufahrender, kostenfreier Parkplatz lädt zum Parken ein. Schon steht unser Gefährt und durch ein Kiefernwäldchen geht es auf die andere Seite der Straße zum Strand.

Eine markante Böschung, einige Findlinge, das kiesige Ufer und umgefallene Kiefern sorgen für eine abwechslungsreiche Szenerie.   

Und eine schöne Sitzgelegenheit, an der man die ganze Szenerie in sich aufnehmen kann, gibt es auch. Und wir genießen natürlich auch das sonnige Wetter, denn wir wissen ja nie, wie lange der Himmel uns hold ist.   

Wir laufen einige hundert Meter den Strand entlang. Einheimische haben Zelte aufgeschlagen und nutzen das Wochenende, um etwas auszuspannen. Am Ende unseres Strandspaziergangs geht es durch das Kiefernwäldchen zurück zum Wohnmobil.

Wehrturm bei Kiiu

Von Kaberneeme kommend, fahren wir zurück auf die 266, die uns nun von der Küste etwas fortführt in Richtung Kiiu. Die Landschaft ist ganz schön, aber doch recht einsam. Wer hier lebt, hat wenig Abwechslung. Touristen ist das aber egal, die suchen ja oft gerade diese Abgeschiedenheit. Bei den Zielen ist man hin- und hergerissen. Es gibt so viele tolle Küstenabschnitte, die einen Besuch verdient hätten, dass wir uns jedes Mal überwinden müssen, wenn wir die Ostsee verlassen. Heute machen wir es dennoch.  

In Kiiu befindet sich an einem ehemaligen Gutshof dieser hübsche Wehrturm. Das Kiiu mõis (deutsch: Kiiu-Anwesen) ist bekannt für sein im 16. Jahrhundert errichtetes Vasallenburg-Türmchen, das kleinste seiner Art in Estland. Es wurde um 1520 von Fabian von Tiesenhausen erbaut, 1974 restauriert und dient heute als markantes historisches Gebäude.  

Der viergeschossige Wehrturm (Kiiu torn bzw. Kiu-Turm) war ein befestigtes Wohnhaus mit einer hölzernen Ringgalerie (Urdaaž) im dritten Stock, die als Wehrgang diente. Die Mauern sind am Fuß 1,8 Meter dick. Erstmals 1348 erwähnt, war Kiiu ein Rittergut. Nach Zerstörungen im Livländischen Krieg wurde der Turm restauriert und ist heute ein charakteristisches Merkmal des Gutes. Der restaurierte Turm wird als Restaurant/Café genutzt. Als wir vor Ort sind, ist der Turm allerdings verschlossen. Möglicherweise rentiert sich der Betrieb nur in der Hauptsaison.  Schade, da hätten wir uns gerne einmal niedergelassen.

Zusätzlich zum Turm gibt es Reste des ursprünglichen Gutsensembles, dessen Hauptgebäude 2018 renoviert wurde.

Majakivi-Findling

Von Kiiu folgen wir der 270, die uns nun wieder nach Norden zu einem Landzipfel bringt, der hier in die Ostsee hineinragt. Wir fahren in die Lahemaa-Sonderschutzzone ein und wollen uns den riesigen Majakivi-Findling ansehen. Der Versuch, uns dem Findling von Süden zu nähern, scheitert. Nachdem die 270 bei Leesi aber einen Bogen macht und jetzt wieder nach Südosten führt, erreichen wir bald einen kleinen Parkplatz, der vollkommen überlastet ist und von dem aus es lediglich 1,2 km bis zu dem Findling sind. Am Parkplatz befindet sich auch eine Trockentoilette. 

Das Kärtchen zeigt die Lage und die Zuwegung zum Majakivi-Findling (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Wir warten etwa 15 Minuten, bis eine Parklücke frei wird, dann können wir unseren Brummer platzieren und loslaufen. Mit Moskitos hatten wir in diesem Urlaub noch recht wenig Stress. Aber heute stechen sie ganz schön und wir haben im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun, die Plagegeister abzuwimmeln, was einem aber nie vollständig gelingt.

Wir können es gar nicht erwarten, endlich am Findling anzukommen, die Fotos zu machen und gleich wieder umzudrehen, so lästig sind die Fliegen. 

Das Kärtchen zeigt die Lage des nordöstlichen Besucherparkplatzes und die Zuwegung zum Majakivi-Findling. Im Südwesten müsste es einen weiteren Parkplatz geben, den wir allerdings übersehen haben (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Und dann taucht er endlich, wie aus dem Nichts, mitten im tiefen Wald auf. Die Maße sind schon beachtlich: Länge 15 m, Breite 11 m, Höhe 7 m, Volumen 584 m³. Damit ist er der drittgrößte Findling in Estland. 

Die Forstverwaltung RMK hat sogar eine Leiter am Findling angebracht, sodass man diesen besteigen kann. Ideal für Michael, Angelika reicht der Blick von unten. 

Es ist ein gewaltiger Brocken, unglaublich, dass die Gletscher der Eiszeit diesen Klotz von Finnland bis hierher gebracht haben. Noch ein Wort zum Umfeld des Findlings. Wie an vielen Orten, die wir ansteuern, kann man auch hier deutlich mehr sehen als nur den Findling. Da wären zum Beispiel der Kolga-Aabla Strand, im Westen, die Landspitze mit dem Juminda Turm im Norden, der U-Boot-Hafen Hara Allveelaevade Sadam oder der hölzerne Aussichtsturm Majakivi Pikanõmme loodusõpperada, um nur einige Punkte zu nennen. Man könnte hier leicht zwei oder drei Tage verbringen, ohne, dass es einem langweilig würde. Da wir uns diesmal aber nur einen Überblick über das Gesamtangebot des Baltikums verschaffen wollen, muss leider die eine oder andere Besichtigung ausfallen.   

Grillen auf dem RMK Vösu telkimisala

Für alle potenziellen Estlandurlauber, die mit RMK noch nichts anfangen können: Das RMK (Riigimetsa Majandamise Keskus) ist die staatliche Forstverwaltung in Estland, die etwa die Hälfte der Wälder des Landes (ca. 1/3 der Landesfläche) bewirtschaftet. Neben der Holzproduktion ist das RMK für Naturschutz, Weiterbildung und Tourismusinfrastruktur wie Wanderwege und Campingplätze zuständig. Die überwiegende Zahl der naturnahen und in der Regel kostenlosen Zeltplätze wurde von Mitarbeitern des RKM eingerichtet. Die Plätze liegen oft an wirklich traumhaft schönen Stränden, und man kann nur hoffen, dass diese Plätze niemals der Hotellobby zum Fraß vorgeworfen werden.   

Vom Majakivi-Findling geht es nun über die 272, die 283 und die 210 zu einem potenziellen Übernachtungsplatz, dem RMK Vösu telkimisala. Dabei steht die Übernachtung allerdings erst einmal nicht im Vordergrund.  

Das Kärtchen zeigt die Lage des RMK Zeltplatzes Vösu telkimisala (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Wir hatten uns schon die ganze Zeit vorgenommen, endlich einmal Fleisch zu grillen, wo die RMK Plätze doch so vorbildlich mit Brennholz, Feuerstellen und Bank-Tisch-Gruppen ausgestattet sind.  

Am RMK Vösu telkimisala ist es endlich so weit. Als wir dort eintreffen, ist es bereits 17:00 Uhr und uns knurrt ganz schön der Magen. Unterwegs haben wir schon Fichtenzapfen als Grillanzünder gesammelt, und so macht Michael, der alte Pyromane (ohne Impulsstörung allerdings), gleich mal ein schönes Feuerchen.  

Angelika bereitet unser Grillfleisch vor, und kurz darauf brutzelt ein schönes Stück Schweinefleisch, das wir heute Morgen noch im Hafen von Tallin besorgt haben, vor sich hin. Das dürften so an die 800 Gramm sein, nach Abzug von Wasser und Knochen. Eigentlich viel zu viel für uns alte Säcke. Manchmal sind die Augen größer als der Magen. 

Nach einer halben Stunde auf der Glut des Lagerfeuers wird es so richtig saftig und schmeckt wunderbar. Das war genau das Richtige für heute. Eigentlich könnten wir hier auch übernachten, genug Kilometer sind wir schließlich auch gefahren, nur nach Osten sind wir dabei nicht sehr weit vorangekommen. 

Also werfen wir noch einmal den Wagen an und fahren etwas weiter nach Osten zum Übernachtungsplatz RMK Mustoja lökkekoth.

Kurz vor dem Ziel wird das Sträßchen schon wieder sehr schmal und das letzte Stück endet natürlich wieder auf Schotter. Gegen 19:00 Uhr sind wir am Ziel. 

RMK Zeltplatz Mustoja lökkekoth - Übernachtung

Vom Weiler Altja wendet sich die Straße nach Süden, noch vor Koprarada müssen wir aufpassen, denn hier zweigt die Stichstraße nach Mustoja und schließlich zum RMK Mustoja lökkekoth ab. Am Anfang bewegen wir uns noch auf Asphalt, doch sobald die Häuser der Streusiedlung weniger werden, folgt die unvermeidliche Piste. Aber wir haben Glück. Durch den dicht an den Weg heranreichenden Wald ist doch viel Feinkorn auf der Schotterpiste, was die Fahrspur deutlich geschmeidiger macht. Abgesehen von einigen Schlaglochabschnitten ist es hier oben im Nordosten viel angenehmer, über Piste zu fahren, als auf so manchem breiten Weg im Südwesten mit den fürchterlichen Waschbrettabschnitten und grobem Geröll. Nur die Bäume stehen manchmal sehr dicht an der Fahrbahn, auf die müssen wir achten.

 

Schließlich taucht ein Brückchen auf und dahinter eine Lichtung mit einem Übernachtungs- und Picknickplatz. Die Brücke sieht nicht vertrauenerweckend aus, aber die Strecke ist ja für 8 Tonnen zugelassen, also fahren wir darüber. 

Das Kärtchen zeigt die Lage des RMK Zeltplatzes Mustoja-lökkekoth (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0). 

Der eigentliche Übernachtungs- und Picknickplatz am Rande einer kleinen Talaue ist leider besetzt, also fahren wir 100 m weiter und treffen im Wald auf einen kleinen Parkplatz. Hier stünden wir gut, aber auch die Stechfliegen finden es hier ausgesprochen angenehm. Außerdem sind uns die Toilette und der Strand noch etwas zu weit entfernt. Hinter der Toilette befindet sich in unmittelbarer Nähe des Strandes noch ein etwas größerer Parkplatz. Der wäre ideal, nur die Zuwegung ist alles andere als günstig. Eine ganze Reihe von niedrigen Zweigen, zwei tief ausgefahrene Sandlöcher und kräftige Baumwurzeln in der Fahrbahn machen uns Kummer. Michael sieht sich deshalb alles ganz genau an und meint, wenn wir langsam darüber rollen, müsste es gehen. Wir versuchen es, fahren langsam und werden dennoch kräftig durchgeschüttelt. Also nach unten sind wir nun gekommen. Jetzt müssen wir morgen nur wieder den kleinen Anstieg hinaufkommen, dann wäre es gut. 

Am hinteren Parkplatz steht zwar ein Schild, das Zelten und offenes Feuer verbietet. Aber wir führen ja weder das eine noch das andere im Schilde. Wir parken unser Fahrzeug und laufen erst einmal vor zum Strand. Wir stehen hier prima und wir bekommen am Abend auch keinen Besuch mehr. Denkt aber bitte immer daran, wenn ihr im Sommer hier aufschlagt, dass das etwas anders aussehen könnte. 

Wir drehen jetzt erst einmal eine Runde am Strand. Auch hier sind wir wieder komplett alleine. Das Gelände strahlt ein Ruhe aus, es ist göttlich. 

Obwohl wir es ja inzwischen fast jeden Abend wieder erleben, ist es immer noch überraschend, wie lange es hell ist.

Auch Seevögel gibt es hier wieder wie Sand am Meer. Allerdings kann man die nur so lange aus der Nähe beobachten, wie das Ufer Deckung bietet. Sobald man die Deckung verlässt, bringt jeder Vogelschwarm sofort Distanz zwischen sich und uns Eindringlingen.

In Richtung Ostsee sehen wir einen leeren Parkplatz. Und ein Toilettenhäuschen ist auch ganz in der Nähe. 

Inzwischen ist es schon 21:30 Uhr und die Sonne ist noch lange nicht untergegangen. 

Obwohl wir jetzt schon sehr viele traumhafte Sonnenuntergänge gesehen haben, ist der heutige noch einmal etwas ganz Besonderes. Über weiten Teilen der Ostsee liegt nämlich eine Dunstglocke. Und die bewirkt, dass das ganze Umfeld heute einmal nicht in einem feurigen Gelborange erscheint, sondern in ein zunächst zartes, später kräftiges Rosa getaucht wird. Dazu haben wir noch eine Schwanenkolonie auf dem Wasser. Die Schwäne geben ein wunderbares Bild ab, wenn sich ihre Silhouette im wässrigen Spiegelbild der Sonne abzeichnet. Dumm nur, dass die Stechmücken, die sich bei Tageslicht im Wald aufhalten, nun auch den Strand für sich entdecken und Michael für seine abendliche Fotosession einen ordentlichen Blutzoll abverlangen. So schön das auch aussehen mag, es ist wieder einmal nicht alles Gold, was glänzt. 

Nun ist es bereits kurz nach 22:00 Uhr und so langsam nähert sich die Sonne dem Horizont. Auch ohne Schlösser, Burgen, Moorpfade, malerische Holzhäuser oder einsame kleine Häfen ist man hier, selbst wenn man sich nur von einem RKM-Rastplatz zum nächsten bewegt, automatisch im Urlaub. Zwar sind für unseren Brummer viele Zuwegungen zu schmal oder zu uneben, als dass wir uns auf dieses Abenteuer einlassen könnten, doch auch das, was dann noch übrig bleibt, versetzt uns in Verzücken. Denn die Plätze, die man erreicht, sind in der Vorsaison und selbst im Mai und Anfang Juni oft noch menschenleer. Wir gehören allerdings nicht zu den Leuten, die das brauchen, um glücklich zu sein. Etwas Gesellschaft bringt meist brauchbare Informationen, und oft hat man es auch bei den Campern mit interessanten Leuten zu tun.