Reisedaten Nordspanien 2025

 

Kosten und Allgemeine Informationen

Insgesamt haben wir in diesem Urlaub für Fahrtkosten, Verpflegung, Eintrittsgelder und Übernachtungen rund 2.360 € (Gesamtkosten unterwegs) ausgegeben. Hinzu kommen etwa 140 € an Lebensmitteln, die wir von zu Hause mitgenommen haben. Das entspricht Gesamtkosten von etwa 2.500 € bzw.  56,82 €/ Tag. Da wir aber auch reichlich günstige Lebensmittel aus Spanien mit nach Hause genommen haben, liegen die tatsächlichen Ausgaben für die Urlaubszeit ganz sicher noch etwas niedriger. Die 168 € für Übernachtungskosten (3,82 €/Nacht, vgl. obige Tabelle) zeigen einmal mehr, dass man in Spanien günstig übernachten kann. Die entstandenen Kosten resultieren überwiegend aus Stadtbesuchen, und selbst da kamen wir manchmal glimpflich davon.

 

Solltet ihr unseren Tagessatz für die Gesamtkosten als Grundlage eurer Finanzplanung nehmen, denkt bitte daran, dass wir recht diszipliniert sind, was die Ausgabenseite angeht. Wer jeden zweiten Tag essen gehen und jedes interessante Objekt auch von innen sehen möchte, der wird bestimmt mit 20 bis 25 Prozent Mehrkosten kalkulieren müssen. Und dieser Tagessatz ist natürlich auch nicht zu erreichen, wenn man nur 14 Tage unterwegs ist.  

 

Auch die Verpflegungskosten haben wir mittlerweile gut im Griff, weil wir alle nicht verderblichen Waren immer lange vor Reiseantritt besorgen, wenn es gerade Sonderangebote gibt. An der Qualität machen wir dabei aber keine Abstriche. Unterwegs müssen wir uns dann nur noch mit Brot, Fisch, Fleisch- und Wurstwaren, Gemüse und Obst versorgen. Unser Speiseplan richtet sich auch unterwegs nach dem Angebot. So mancher Artikel ist in Frankreich und Spanien günstiger als in Deutschland zu bekommen. Wenn wir in Spanien eine leckere Marmelade für 1,60 € pro 450‑Gramm-Glas finden, dann kaufen wir auch schon mal für das nächste Vierteljahr ein. Ähnlich ist es bei Olivenöl, Paellareis, Kartoffeln, französischem Käse und Früchten der Saison (Äpfel, Orangen, Oliven) oder der Region (Meeresfrüchte aller Art in Seehäfen), einfach bei allem, was nicht schon nach einer Woche verdirbt und lecker schmeckt. Spätestens seit wir in Rente sind, kennen wir die Preise für unsere Lieblingsprodukte im Schlaf, und können überall, wo der Euro gültiges Zahlungsmittel ist, sofort entscheiden, ob es sich lohnt zuzuschlagen, oder eben nicht. Wenn man es geschickt anstellt, lassen sich jeden Monat 150 € einsparen. 

   

Für uns inzwischen nicht mehr überraschend sind die spanischen Kraftstoffpreise. Wir suchen stets nach den kleinen, kostengünstigen Tankstellen. Und da haben wir auch einige gefunden, wie ihr unserer obigen Tabelle entnehmen könnt. Mehrfach haben wir auch dieses Jahr wieder Diesel für unter 1,30 € tanken können, das freut das Portemonnaie des Wohnmobilisten. Trotz dieser Preise sollte man nicht nur aus Eigennutz auf den Kraftstoffverbrauch achten. Das ist uns in Nordspanien nicht ganz so gut gelungen, ist aber im gebirgigsten Land Europas auch schwierig. Unser Verbrauch lag diesmal bei überdurchschnittlichen 9,35 Litern/100 kmDas ist zu einem Gutteil den Picos de Europa geschuldet. Trotzdem sagen wir: fahrt unbedingt hin, es lohnt sich. 

 

Die Straßenverhältnisse sind überwiegend ganz ordentlich, allerdings folgen gerade im ländlichen Raum viele Straßen unmittelbar der Geländemorphologie, und da geht es dann munter rauf und runter. Staus hatten wir wegen Bauarbeiten einige kleinere in den Picos de Europa. Auf den Autobahnen hatten wir keine Staus.

 

Unser Lieblingsreiseland ist und bleibt Frankreich. Spanien hat allerdings tüchtig aufgeholt. Und Spanien ist viel, viel mehr als die diversen Costas am Mittelmeer. Solche Touristengebiete klammern wir übrigens so gut es geht aus. Nur Barcelona, Valencia und einige weitere Hotspots stehen weiterhin auf unserer Wunschliste, die wir, solange wir gesund bleiben, nach und nach abarbeiten wollen.

  

Mit dem Wetter ist es in Nordspanien etwas schwieriger als entlang der Mittelmeerküste und in Andalusien. Da mussten wir einige Male sehr flexibel reagieren, um die Zahl der Sonnentage zu maximieren. Dabei hilft es uns enorm, dass wir überdurchschnittlich viel Zeit haben und Regenschauer auch einmal aussitzen können. 

 

Berufstätige, die das weniger gut können, sollten sich damit trösten, dass sie noch viele Jahre mehr mit dem Womo unterwegs sein können, sie also mehr als genug Gelegenheiten haben werden, Versäumtes nachzuholen.