Karte bitte anklicken, um eine vergrößerte Darstellung zu erhalten! Das Kärtchen zeigt die Altstadt von La Rochelle mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Michaels erster Anlaufpunkt ist natürlich der Vieux Marché de La Rochelle, also der Alte Markt im Zentrum der Stadt.
Die Markthalle ist ein wenig in die Jahre gekommen, aber das ist in Frankreich eingepreist. Auf den Inhalt kommt es an und da sind die Franzosen bekanntermaßen ja ziemlich weit vorne.
Sechs Austern, das musste einfach sein. Die ganz großen Austernesser sind wir nicht. Verzicht fällt uns da nicht allzu schwer. Aber wehe, wenn wir wieder hier sind.
Leckere Auslagen an Obst, Gemüse und mehr vor der Markthalle.
Blick in die Markthalle.
Der Vorplatz des Rathauses ist mit rosa Schirmchen schön dekoriert.
Durch die vor dem Rathaus postierte steinerne Wand bekommt man das Gebäude nicht so richtig in den Griff und muss sich mit Detailfotos behelfen.
Das prächtige Stadttor Porte de la Grosse Horloge unweit des alten Hafens.
Die Flaniermeile am Quai du Lazaret, östlich des Stadtores Porte de la Grosse Horloge.
La Rochelle mit dem Tour de la Chaîne (links) und dem Tour Saint-Nicolas (rechts). Dahinter befindet sich der Vieux Port, der "Alte Hafen".
Links bzw. oben (beim Handy) der Tour de la Lanterne aus dem 15. Jahrhundert. Von hier aus hat man einen schönen Blick über den Alten Hafen und die beiden mächtigen Festungstürme vor dem Vieux Port. Der Turm, dessen Laterne ursprünglich als Leuchtfeuer diente, war lange Zeit auch ein Gefängnis. Noch heute kann man Inschriften von Gefangenen sehen.
La Rochelle fehlt die Eleganz und die Leichtigkeit südlicher Städte, es kommt eher etwas spröde daher. Dominierend sind atlantische und damit maritime Einflüsse des Nordens, die sich über die Jahrhunderte sicher auch im Wesen der Einheimischen niedergeschlagen haben. Auf den hiesigen Straßen und Plätzen geht es ruhiger zu. Da ist es sicher kein Nachteil, dass zwischen dem Vieux-Port und dem Busbahnhof am Place de Verdun viele bunte Farbtupfer die Altstadtgassen etwas aufmuntern. Wie in vielen anderen französischen Städten finden auch hier zahlreiche kleine und kleinste Läden immer noch ein Auskommen. Reich werden deren Inhaber vermutlich nicht sein, aber es ernährt offenbar seine Betreiberin oder seinen Betreiber. Und so erlebt man ein abwechslungsreiches, buntes Stadtbild, das andernorts längst den langweiligen, immer gleichen Ladenketten weichen musste.
Eine Besonderheit in der Altstadt von La Rochelle sind die vielen Arkadengänge. Sie schützen die Besucher nicht nur vor sommerlicher Hitze, sondern auch vor allzu aufdringlichen Regenschauern. Hier kann man auch bei unliebsamen Wetterkapriolen noch flanieren gehen.
Hier sehen wir die Allee du Mail, die zwischen städtischer Wohnbebauung und dem Casino Barrière La Rochelle in westöstlicher Richtung verläuft.
Zentrumsnah, schön im Grünen und unweit des Meeres wohnen hier nicht gerade die Ärmsten der Stadt.
Für den flüchtigen Beobachter bleiben immerhin schöne Fassaden, an denen man sich ja auch erfreuen kann.
Am östlichen Ende der Allee du Mail und unmittelbar vor der Altstadt erstreckt sich in nördliche Richtung der Parc animalier Charles Èdouarde. Das ist ein kostenloser kleiner Tierpark, der für Familien mit Kindern eine schöne Abwechslung bietet. Hier findet man Vögel, Damwild, Ziegen und insbesondere die lokalen Maskottchen der Île de Ré, die zotteligen Esel. Im Süden des Parks befindet sich eine Toilettenanlage, die man gegen Gebühr nutzen kann.
Aber auch botanisch gibt der Park einiges her. Darüber hinaus setzt sich die Grünanlage jenseits des Tierparks in nördliche Richtung noch gut 1000 m bis zum Jardin Eucalyptus fort. Sie ist damit die grüne Lunge von La Rochelle, die es hier allerdings weit weniger braucht als im Binnenland. Denn Frischluft kommt vom Atlantik reichlich in die Stadt.