Samstag, 11.10.2025, Abfahrt in Ordes
Um sicher einen Stellplatz zu bekommen, fahren wir bereits gegen 07:00 Uhr und noch bei Dunkelheit in Ordes los. Sehr kleine Straßen und viele 50 km/h Zonen lassen uns nur langsam vorankommen. Aber es ist wenig Verkehr und so sind wir dann doch kurz vor 08:00 Uhr auf dem Stellplatz in Santiago de Compostela.
Das Kärtchen zeigt die Lage des Stellplatzes, ca. 2 km nördlich der Altstadt (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Der Stellplatz ist Teil eines recht großen Parkplatzes auf dem Pkw, Wohnmobile und Busse wild durcheinander parken. Die vorgesehene Parkordnung wird nur bedingt eingehalten. Am Morgen ist alles noch ruhig, aber im Laufe des Tages ist es ein ständiges Kommen und Gehen. Ruhe kehrt hier erst wieder am Abend ein. An kirchlichen Feiertagen dürfte es auf dem Platz wie in einem Bienenstock zugehen. Wir suchen eine Parkbucht an den Rändern der Parkfläche, weil es dort etwas ruhiger ist. Diese Plätze sind aber aus genau diesem Grund begehrt und so müssen wir uns eine ganze Weile gedulden, bis sich eine Lücke auftut. Nachteil: unser Platz befindet sich in der Nähe der Busse. Schon des Öfteren haben wir bemerkt, dass die Unsitte, den Motor bei stehenden Fahrzeugen lange Zeit weiterlaufen zu lassen, hier deutlich weiter verbreitet ist, als in vielen anderen europäischen Ländern. Einige Busfahrer treiben es auf die Spitze. Die stellen ihr Fahrzeug auf dem Platz ab und lassen den Motor 15 bis 20 Minuten weiterlaufen. Der große Dieselmotor macht ordentlich Lärm, dazu die Abgase und das Zischen der Bremsanlage es ist sehr mühsam. Schade dass die den sinnlosen Dieselverbrauch nicht aus dem eigenen Geldbeutel bezahlen müssen, da wäre sehr schnell Ruhe auf dem Platz. Müssten wir den ganzen Tag auf dem Parkplatz verbringen, wir wären weitergefahren. Aber so ist es ja zum Glück nicht.
Die VE-Station ist übrigens recht ordentlich ausgeführt und Mülltonnen gibt es auch genügend. Die Stellflächen sind überwiegend eben, bei einigen bräuchte man aber doch Keile. Dass die trotzdem keiner benutzt, deutet darauf hin, dass es nicht erlaubt sein könnte. Einige Busfahrer missbrauchen die Ver- und Entsorgungsstation leider auch als Waschplatz für ihre Busse und so geht es hier gelegentlich drunter und drüber.
Wir frühstücken, schauen uns nach der Haltestelle des Stadtbusses um und machen uns dann abmarschbereit. Bis zur Altstadt sollen es gut 2 km Wegstrecke sein. Allerdings geht es in der Stadt häufig rauf und runter und der Einzelfahrschein für den Bus kostet pro Person nur 1 Euro. Bar bezahlen können wir auch noch und die Haltestelle liegt direkt an der Südostecke des Parkplatzes. Da wären wir doch mit dem Klammersack gepudert, wenn wir da laufen würden. Der Bus der Linie 1 (Linea 1: San Pablo – Los Dominicos) bringt uns direkt an die Markthalle in der Rua da Virxe da Cerca.
Die Altstadt von Santiago de Compostela mit der Kathedrale, der Markthalle (Mercado) und dem Alameda-Park. Von der Markthalle bis zur Kathedrale sind es etwa 300 m Fußweg (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Die Markthalle von der Bushaltestelle in der Rúa da Virxe da Cerca aus aufgenommen. Die ist natürlich auch hier wieder eines unserer Highlights. Dabei geht es nicht nur um die frische Ware, sondern auch um das bunte Treiben und die schönen Fotos die man dort machen kann. Auch in Santiago de Compostela ist sie unweit von Rathaus, Kathedrale und Plaza Mayor und so hat man kurze Wege und sieht sehr schnell sehr viel. Und dass unser Stadtbus direkt davor hält, ist natürlich das Sahnehäubchen.
Blick auf den östlichsten Teil der Markthallen und die Rúa da Virxe da Cerca mit der Bushallestelle. Hier unten steigt man aus, wenn man vom Stellplatz in die Stadt fährt und von hier aus fährt man auch zum Stellplatz zurück. Einige Hallen sind um 10:00 Uhr noch komplett leer. Als wir zwei Stunden später noch einmal vorbeikommen, sind die brechend voll. Kleine Restaurants servieren Tapas und Meeresfrüchte, dazu Bier und Wein, Oliven und Käse. Hier wird richtig Umsatz gemacht. Die vielen Sitzgelegenheiten sind komplett belegt und im Mittelgang hat man Mühe durchzukommen. Wir schlendern durch sämtliche Hallen und genießen die Betriebsamkeit und die gute Laune die Käufer und Verkäufer hier verbreiten. Hier wird nicht einfach nur gegessen und eingekauft, sondern Lebensfreude zelebriert.
Der Mercado de Abastos oder Praza de Abastos (Abastos - hier Lebensmittelbeschaffung) ist der einzige öffentliche Markt der Stadt. Der Markt besteht aus 8 Hallen, die Nord-Süd ausgerichtet sind. Den Markt erreicht man altstadtseitig über die Fußgängerzone der Rúa das Ameas (im Bild). Die Hallen gliedern sich überwiegend in Verkaufsräume für Streetfood, Backwaren, Fleisch und Wurstwaren, Fisch sowie Obst und Gemüse. Die heutigen Anlagen ersetzten den Mercado da Cidade, der 1937 abgerissen wurde. Die kommerzielle Nutzung des Gebiets lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Der Bau des ursprünglichen Marktes wurde 1870 geplant und 1874 abgeschlossen, während die Arbeiten für den heutigen Markt 1938 begannen und 1945 fertiggestellt wurden.
Ganz im Westen ist in der Fußgängerzone der Rúa das Ameas noch eine Ladenzeile an die eigentlichen Markthallen angegliedert. Hier findet man Nippes, Dinge des täglichen Bedarfs und Souvenirs.
Meeresfrüchte in allen Variation nehmen einen wesentlichen Teil der Verkaufsstände ein.
Galizien verfügt schließlich über eine ganze Reihe von Fischereihäfen. Da gibt es keinen Mangel.
Man kann sich kaum entscheiden, so groß ist das Angebot.
Unweit südlich des Marktes befindet sich die Kirche San Félix de Solovio (San Fiz de Solovio). Sie gilt als die älteste Kirche der Stadt; das ursprüngliche Gebäude an diesem Ort war tatsächlich älter, wurde jedoch im Laufe von acht Jahrhunderten abgerissen, wiederaufgebaut und mehrfach renoviert und erweitert. Das heutige Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Vom Markt geht es nun in Richtung Kathedrale, dem zentralen Anziehungspunkt der Stadt. Die Kathedrale ist gewaltig und bis man sie einmal umrundet hat, dauert es einige Zeit. Denn auf dem Weg um den sakralen Prachtbau gibt es viele Details, die es wert sind festgehalten zu werden. Leider können wir vieles nicht zeigen, weil es irgendwann einfach unsere Website sprengen würde.
Hier sind wir bereits in der Altstadt. Pulpo wird in den Auslagen ganz vieler Restaurants im Umfeld des Marktes und der Kathedrale stilvoll präsentiert. Was dem Frankfurter die Grüne Soße ist, ist dem Einwohner Santiagos der Oktopus.
Die katholische Kirche Igrexa de Santo Agostiño - Xesuítas in der Rúa de Santo Agostiño, unmittelbar nördlich des Mercado de Abastos gelegen.
Der Rajoy-Palast (Galizisch Pazo de Raxoi ) befindet sich auf der Plaza del Obradoiro gegenüber der Kathedrale von Santiago de Compostela. Es ist der Sitz des Stadtrates und der Präsidentschaft der Junta de Galicia. Es handelt sich um einen neoklassizistischen Bau, dessen Errichtung 1766 vom Erzbischof von Santiago, Bartolomé Raxoi Losada, angeordnet wurde, um als Priesterseminar für Beichtväter zu dienen.
Die Kathedrale von Santiago de Compostela steht über einer Grabstätte, die dem Apostel Jakobus zugeschrieben wird, und ist Ziel des Jakobsweges. Durch die bischöfliche und päpstliche Anerkennung der aufgefundenen Gebeine als Reliquien des Jakobus gilt die Kathedrale von Santiago als Grabeskirche des Apostels Jakobus.
Der Kathedralbau begann 1075 unter der Herrschaft von Alfons VI. über den Resten einer älteren Kirche aus dem 8. Jahrhundert. 1120 wurde sie zum Sitz des ersten Erzbischofs des Erzbistums Santiago de Compostela Diego Gelmírez. Heute ist nur noch das romanische Südportal (Puerta de las Platerías) in der ursprünglichen Gestalt erhalten. Die zahlreichen Erweiterungen der Kathedrale führen mit dem barocken Westportal, der klassizistischen Nordfassade und den gotischen Kreuzgängen im Inneren mehrere Baustile zusammen. Die Grundfläche wurde dabei von ehemals 8.200 m² auf 23.000 m² erweitert.
Lederwaren, auch die gehören natürlich ins Stadtbild einer spanischen Metropole.
Hier eine weitere der vielen Kirchen von Santiago de Compostela, die Igrexa de Santa Maria Salomé. Sie befindet sich in der Rúa Nova südlich der Markthalle.
Das Casa do Cabido (Haus des Domkapitels). Das Domkapitel eines Bistums unterstützt den Bischof in Leitung und Verwaltung seiner Diözese. Es setzt sich aus einer Gemeinschaft von Priestern zusammen. Der Begriff des Domkapitels leitet sich vom lateinischen Wort "capitulum", was "Köpfchen" bedeutet, ab.
Die beiden Fotos zeigen die Südseite der Kathedrale von Santiago de Compostela und die Plaza de Las Platerias.
Nun wenden wir uns nach Süden und verlieren uns in den angrenzenden Gassen, die da sind: Rua da Caldeireria, Rua Nova, Rua do Vilar, Rua da Rainja und Rua do Franco. Die laufen wir alle nacheinander ab. Das ist sehr gemütlich, denn sie sind Teil einer größeren Fußgängerzone und man findet hier viele Souvenirläden, Kunsthandwerk, Designerstücke mit besonderem Chic, edle Schokolade und ebensolches Gebäck, Tapas-Bars, Pulpo in verschiedenen Variationen, eine bunte Mischung halt, wie sie Touristen lieben. Auffallend sind aber auch die vielen Pilger, die man ja in anderen Städten eher nicht antrifft, die hier aber überall durch die Gassen laufen und sich nach einer anstrengenden Anreise per pedes etwas Gutes tun möchten.
Das El Rápido, eines von vielen Restaurants mit einheimischen Spezialitäten in der Fußgängerzone südlich der Kathedrale.
Dieses Foto zeigt den historischen Kreuzgang des Colegio de Fonseca (auch bekannt als Santiago de Alfeo Universitätskolleg). Das Colegio de Fonseca befindet sich in der Rúa do Franco, 100 m südlich der Praza do Obradoiro (Vorplatz der Kathedrale).
Das Colegio de Fonseca wurde zwischen 1532 und der Mitte des 16. Jahrhunderts erbaut. Es diente bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Zentrum des Universitätslebens der Universität von Santiago de Compostela. Der Kreuzgang ist ein harmonischer, viereckiger Raum mit zwei oberen Stockwerken. Für heute haben wir genug gesehen, den Rest des Tages machen wir es uns im Womo gemütlich.
Sonntag, 12.10.2025, Abfahrt zum Stellplatz in Esposende (Portugal)
Wir haben uns heute Morgen die Wettervorhersage für Porto angesehen und festgestellt, dass am kommenden Samstag eine Schlechtwetterfront auf Nordportugal und Galizien zuzieht. Davor liegen aber
noch 6 sonnige Tage und die wollen wir in vollen Zügen genießen. Und da wir in Santiago de Compostela doch schon einiges gesehen haben, beschließen wir ganz kurzfristig heute noch in Richtung
Porto aufzubrechen.
Am Morgen wollen wir Santiago aber erst noch einen kurzen Besuch abstatten. Mit der Linie 1 fahren wir gegen 10:00 Uhr bis zum Parque da Alameda und laufen hinüber in den Park. Der ist am
heutigen Morgen gut besucht, die Einheimischen suchen Abwechslung vom Alltag und da kommt diese grüne Oase gerade recht.
Dieser Musikpavillon (Kiosque à musique) befindet sich im Parque da Alameda de Santiago de Compostela. Er zeichnet sich durch seine filigrane Metallkonstruktion mit dekorativen Bögen aus. Die Struktur steht auf einem runden Steinsockel. Der Pavillon ist von üppigem Grün und Bäumen umgeben.
Im Sommer sicherlich mehr als willkommen, die schattigen Areale des Parque da Alameda auf dem zentralen Hügel.
Blick von der Terrasse oberhalb des Monumento a Manuel Ventura Figueroa in Richtung Westseite des Parque da Alameda.
Das Monumento a Manuel Ventura Figueroa auf der Westseite des Parque da Alameda.
Blick vom Park in Richtung Altstadt. Die Abbildung zeigt die Dächer und einen Teil des Glockenturms der Kathedrale von Santiago de Compostela. Die Besichtigung der Dächer ist ein besonderes Erlebnis, bei dem man einen Blick auf die Stadt und die umliegende Landschaft genießen kann. Der Zugang zu den Dächern erfolgt über den Palacio de Xelmírez. Im Mittelalter war Santiago de Compostela nach Jerusalem der zweitbedeutendste Pilgerort der Christenheit.
Hier befinden wir uns am Miradoiro da Catedral (ebenfalls im Parque da Alameda gelegen), dem Aussichtspunkt, von dem aus man vermutlich den schönsten Blick auf
die Altstadt und die Kathedrale hat. Diesen Ausblick genießen zu können, ist ein krönender Abschluss unseres Besuchs, wie wir finden.
Nun geht es durch die Altstadt zurück zur Bushaltestelle unterhalb des Mercados und gegen 10:30 Uhr sind wir wieder am Wohnmobilstellplatz. Unseren Brummer haben wir heute Morgen schon
abfahrbereit gemacht und so brauchen wir nicht lange, bis wir den großen Parkplatz in Santiago verlassen können.
Wir folgen erst einmal der Landstraße N-550 in der Hoffnung eine günstige Tankstelle zu finden. Wir vermuten, dass der Dieselkraftstoff in Portugal teurer ist. Nach einigen Irrwegen landen wir einen Zufallstreffer und finden tatsächlich die gesuchte günstige Tankstelle. Wir fahren noch eine ganze Weile auf der N-550 nach Süden, dann wird uns das Getucker durch die vielen Ortschaften zu viel und wir fahren auf die AP-9. Der folgen wir nun bis kurz vor der Grenzstadt Tui und fahren dort wieder auf die Landstraße. Kurze Zeit später geht es über den Grenzfluss Rio Miño hinüber nach Portugal.
Gleich jenseits der Grenze machen wir auf einem Rastplatz in Valença Mittag. Nach dem Mittagessen geht es auf der N 13 immer der Küste entlang nach Süden. Auf die Autobahn können wir in Portugal nicht, denn die ist abschnittsweise nur online zu bezahlen oder mit Tollbox und das ist uns alles viel zu kompliziert, also treten wir den langen Weg durch Städtchen und Streusiedlungen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45 km/h an. Das ist mühsam, aber unsere Beharrlichkeit zahlt sich aus.
In Esposende finden wir einen kostenlosen Stellplatz gleich hinter einem Busbahnhof oder Busdepot. Platz gibt es hier reichlich, man sollte sich allerdings den Veranstaltungskalender am Eingang des Parkplatzes ruhig einmal ansehen (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Gegen 17:00 Uhr erreichen wir unser Ziel, Der Stellplatz ist riesig und mit etwa 25 Campern belegt, die sich weiträumig über die Fläche verteilen. Ein Großteil der Flächen sind unbeschattet, aber es gibt auch durch mittelhohe Bäume vor der Sonne geschützte Plätze.
Für eine Nacht brauchen wir nun nicht den besten Platz. Fernsehempfang und halbwegs gerades Stehen reicht uns und dafür gibt es mehr als genügend Auswahl. Da der Stellplatz in Porto 15 km nördlich des Stadtzentrums liegt, haben wir morgen nur noch etwa 30 km bis zum kostenpflichtigen Stellplatz in Cabo do Mundo (kleiner Ortsteil von 4455-420 Perafita) zu fahren.
Montag, 13.10.2025, Fahrt von Esposende nach Porto
Heute werden wir sehr früh und ausgesprochen unsanft geweckt. Gegen 05:30 Uhr poltert es mächtig an die Außenwand unseres rollenden Heims. Nach einigen Schrecksekunden kommt die Eingebung: Ganoven können das nicht sein, die würden leise kommen. Und schon kurz nach dem Poltern kommt die Auflösung. Mercado! Mercado! Aha, ausgerechnet heute findet hier also ein Markt statt. Na toll.
Wäre Michael gestern ein wenig aufmerksamer gewesen, hätte er das auch wissen können. Hier steht es gelb auf weiß. Montag, 13. Oktober 2025 ist parken verboten! Und wir haben uns gestern Abend
noch gewundert, dass eine ganze Reihe von Wohnmobilen so spät noch abgereist sind. Manchmal sind wir wirklich zu doof! Zum Glück sind wir nicht die Einzigen, dass lindert den Schmerz. Weil
Michael heute ohnehin um 5 Uhr wach ist, bringt ihn der unsanfte Weckruf nicht lange aus der Fassung, zumal ein Blick aus dem Fenster zeigt, dass von Marktbeschickern noch weit und breit nichts
zu sehen ist. Wir berappeln uns also, fahren zur VE, sind dort zum Glück die ersten, bringen das Fahrzeug auf Vordermann und verlassen den Platz. Nur wenig weiter sehen wir einen, um diese Zeit
verwaisten Lidl-Parkplatz, auf dem wir unser Gefährt abstellen und erst einmal in Ruhe frühstücken können. Nach zwei Tassen Kaffee ist der Tag schon ein ganz anderer.
Nach dem Frühstück folgen wir der N13 noch ein ganzes Stück. Das wird aber im Laufe der Zeit zu einem recht mühsamen Geschäft. Das eigentlich auf "Mautstraßen vermeiden" eingestellte Navi will irgendwann Abhilfe schaffen und versucht uns immer wieder auf die Autobahn zu lotsen, die aber doch kostenpflichtig ist. Es dauert ein wenig, bis der Groschen fällt. Schließlich begreifen wir, dass der Autobahnabschnitt, den wir gerade parallel auf der N 13 zurücklegen, keiner Mautpflicht unterliegt und so beugen wir uns, immer noch misstrauisch, dem Navi und haben davon sogar noch einen Vorteil. Als sich dann aber Autobahn und N13 wegen des nahenden Flughafens von Porto von der Küste abwenden, versuchen wir auf kürzestem Weg über die Küstenorte unseren Stellplatz zu erreichen. Wieder keine gute Idee, denn wir geraten auf etliche Irrwege, müssen mehrfach wenden und stecken in einigen engen Gassen fast fest. Dazu gibt es Umleitungen, eine Unzahl von Entschleunigungshindernissen und kopfsteingepflasterte Straßen, auf denen es ziemlich rumpelt. Und die Pkw-Fahrer hinter uns sind mehr als ungeduldig, denn sie haben keine Chance zu überholen. Besser wäre es gewesen, konsequent zu bleiben, den Flughafen östlich zu umfahren und sich dann von Süden her auf den Stellplatz zuzubewegen. Shit happens! Irgendwann haben wir es dann aber doch endlich geschafft und biegen in die Einfahrt zum Stellplatz ein. Der Bordstein ist ganz schön hoch, da müssen wir bei der Abfahrt aufpassen, dass wir da nicht aufsetzen. Immerhin klappt es mit dem Einchecken am Tor ohne Probleme und eine Parkbucht finden wir auch sofort. Jetzt ein zweites Frühstück und schon sind wir tiefenentspannt.
Wie bereits erwähnt haben wir Porto und La Rochelle als separate Reiseberichte aus der Nordspanienreise ausgegliedert. Wenn ihr Porto ansehen möchtet, wählt den untenstehenden Link! Auf der letzten Unterseite des Reiseberichts Porto könnt ihr dann mit einem weiteren Link wieder zum Reisebericht Nordspanien zurückkehren. Die nächste Station nach Porto ist die Stadt Zamora, damit überspringt ihr Porto.