La Rochelle - Jachthafen

Karte bitte anklicken, um eine vergrößerte Darstellung zu erhalten! Das Kärtchen zeigt den Jachthafen von La Rochelle und dessen Umfeld (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).

Das Viertel Le Gabut erstreckt sich zwischen dem Vieux Port im Norden und dem Quai Georges Simenon im Süden. 

Die Häuserzeilen erstrecken sich über eine Länge von 100 Metern und eine Breite von 150 Metern, das Quartier ist also nicht allzu groß. In den unteren Etagen der Gebäude sind zahlreiche Restaurants untergebracht.  

Es ist das historische Herz von La Rochelle und das ursprüngliche Hafenviertel einer Stadt, die im Laufe der Zeit eine bedeutende Handelshafenstadt wurde. Heute kommt dieses Viertel recht modern daher. Die nicht zu übersehenden, bunten Holzfassaden heben sich wohltuend von dem etwas tristen Weißgrau der Altstadt ab.

Westlich der bunten Holzhäuser trifft man im Viertel Le Gabut auch auf Street-Art. 

Vermutlich wie überall in der Illegalität entstanden und auch nicht immer die ganz große Kunst, merkt man in vielen Städten, dass diese Kunst ankommt, und akzeptiert sie als zeitgenössische Ausdrucksform. 

Vom Quartier le Gabut gelangt man über die kleine Brücke Pont levant du Gabut zunächst in eine Grünanlage.

Folgt man der Kaimauer entlang der Grünanlage, dann gelangt man nach 250 Metern an den Globe de la Francophonie. 

Bevor es weitergeht zum Globus, gibt Michael seinem Drahtesel aber noch einmal die Sporen und fährt zunächst 500 Meter geradeaus nach Süden, immer der Rue Sénac de Meilhan entlang, und erreicht dann das Musée Maritime de La Rochelle. 

Für einen Museumsbesuch reicht die Zeit nicht aus, aber von der Hafenanlage aus kann man ja auch ein paar schöne Einblicke gewinnen.

Mit etwas Glück sieht man sich schon im nächsten Jahr wieder und dann ist vielleicht auch etwas mehr Zeit für Dinge, die man jetzt noch nicht anschauen konnte.

Vom Musée Maritime de La Rochelle geht es gleich wieder zurück zur Mole und zum Globe de la Francophonie. Hier beginnt auch die etwa ein Kilometer lange, gefühlt nicht enden wollende Mole "La Rochelle". Im oberen Teil noch Festland, geht es alsbald über eine langgezogene Fußgängerbrücke, und dann ist man zweiseitig von Meerwasser umgeben. 

Leider ist das eine Sackgasse, man muss also den ganzen Weg auch wieder zurücklaufen, hat dann aber ordentlich Frischluft getankt. Von der Mole aus hat man einen schönen Blick auf die Altstadt, den hier einsetzenden Atlantik und vor allem auf den riesigen Jachthafen. Der Jachthafen reicht bis hinüber zum Quai Marillac und der Allee des Tamaris und Michael kann sich nicht erinnern, schon einmal so eine riesige Ansammlung von Jachten gesehen zu haben. 

Zum Glück hat Michael sein Fahrrad dabei. Denn um von der Mole "La Rochelle" an das westliche Ende des riesigen Jachthafens und den atlantischen Strand Plage des Minimes zu gelangen, muss man jetzt einen recht großen Bogen schlagen. Hin und zurück eine Strecke von 4 km, das wäre heute angesichts der fortgeschrittenen Zeit nicht mehr zu schaffen. Aber mit dem Drahtesel kommt man in wenigen Minuten fast überall hin und hat sogar noch genügend Zeit, sich das eine oder andere Zwischenziel in Ruhe anzusehen. Hier befinden wir uns am Quai du Lazaret, am Ponton numéro 3.

Unweit dieses Anlegers weitet sich die Straße zu einem großen Parkplatz, der sowohl von Pkw als auch von zahlreichen Booten belegt wird. Vor dem Club D'Aviron De Mer De La Rochelle, einem Ruderverein, verlässt gerade eine Gruppe junger Segler das Wasser. Die Damen und Herren sind etwas durchgefroren. Wen wundert es bei den aktuellen Temperaturen? 

Und hier noch eine Aufnahme des Jachtenmeeres. Zu dieser Jahreszeit liegen sie fast alle fest vertäut im Hafen. Hier müsste man einmal vorbeischauen, wenn im Sommer bei bestem Segelwetter und Ferienzeit diese Armada oder wenigstens große Teile davon den Hafen verlässt. Das muss ein großartiges Bild abgeben.

Eigentlich sollte man annehmen, dass Kardinal Richelieu angesichts der Hugenottenverfolgung hier kein gutes Standing hat. Aber offenbar gibt es auch Fans. 

Zum guten Schluss erlebt Michael vom Plage des Minimes aus noch einen schönen Sonnenuntergang. Die nächsten Tage gehören nun überwiegend der Île de Ré. Alle nicht besuchten Sehenswürdigkeiten werden jetzt erst einmal zurückgestellt. Im nächsten Jahr haben wir die Bretagne ins Auge genommen und vielleicht sind wir dann schon wieder hier. 

 

Auf der folgenden Unterseite könnt ihr euch nun noch ein Bild davon machen, ob sich ein Besuch der Île de Ré lohnen könnte. Michael meint dazu: "Unbedingt"! Aber der sagt ja höchst selten Nein. Und das liegt daran, dass er seine Reiseziele zumindest von Bildern und Reportagen meistens schon ganz gut kennt und deshalb selten negativ überrascht wird.