Der Bom Sucesso Markt befindet sich innerhalb Portos, im Stadtteil Massarelos, und ist über den Bom Sucesso Platz oder den Ferreira Lapa Platz erreichbar.
Das Kärtchen zeigt wieder die Lage der wichtigsten Märkte in und um Porto (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Nach dem Bau der Markthalle Matosinhos beauftragte die Stadt Porto das Architekturbüro ARS Arquitectos mit dem Entwurf einer neuen Markthalle. Der Entwurf entstand 1949, der Bau begann 1951 und die Einweihung fand im darauffolgenden Jahr statt.
Das Gebäude zeichnet sich durch ein modernes architektonisches Design aus, mit einer Stahlbetonkonstruktion und einem innovativen Gewölbedach, das von großen Glasflächen durchbrochen ist und so für eine gute natürliche Beleuchtung im gesamten Gebäude sorgt.
Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist die Zonierung der Markthalle: Der Fischhändler befindet sich im Untergeschoss, um eine bessere Belüftung zu gewährleisten. Im ersten Stock befindet sich außerdem eine Galerie, die nach der 2013 abgeschlossenen Renovierung größtenteils erhalten geblieben ist.
Unter dem großen Vordach lässt es sich an sonnigen Tagen auch vor der Markthalle gut aushalten. Durch die Ausrichtung des Eingangsbereiches nach Westen spenden Gebäude und Vordach selbst an heißen Sommertagen ausreichend Sonnenschutz bis in die Mittagsstunden.
Die Öffnungszeiten mit einem kleinen Portugiesischkurs, falls ihr kein Englisch sprecht:
Domingo a Quinta-feira (Sonntags bis Donnerstags)
Segunda-feira (Montag)
Terça-feira (Dienstag)
Quarta-feira (Mittwoch)
Quinta-feira (Donnerstag)
Sexta-feira (Freitag)
Sábado (Samstag) und Domingo (Sonntag).
Im Zentrum des Marktes trifft man vor allem auf diverse Streetfood-Anbieter.
Ein sehr aufgeräumter Markt, wohin man auch blickt.
Und außerdem eine wirklich gelungene Konstruktion, dieses Gebäude. Man erkennt auch einige Parallelen zur Markthalle in Matosinhos.
Ganz toll finden wir auch, dass man sich hier ungezwungen niederlassen kann. Niemand kommt und bedrängt einem mit Speisen und Getränken. Man kann die Location auch einfach nur für eine Rast, die weitere Tagesplanung oder Einträge ins Tagebuch nutzen und sich an der schönen Architektur und dem Ambiente des Marktes erfreuen. Die meisten werden ohnehin nicht lange zuschauen können bei dem Angebot.
Blick von der Galerie auf das lichtdurchflutete Zentrum der Halle.
Die runden Formen der Dachkonstruktion schmeicheln dem Auge, hier fühlt man sich ausgesprochen wohl.
Entspanntes Rasten auch auf der unteren Etage. Schade, dass der Markt nicht etwas näher am Zentrum liegt. Hier hätten wir eigentlich jeden Tag eine Rast einlegen können.
Die Geschichte dieses Marktes beginnt im Jahr 1868, als Freimarkt von Vila Nova de Gaia. Im Jahr 1896 eingefriedet mit Eisengeländern, aber immer noch ohne Dach, wird er als "Mercado da Praia" (Strandmarkt) bekannt. Mitte der 1930er Jahre erfährt der Markt weitere Veränderungen und es entsteht der Beira-Rio-Markt mit typischen Obst- und Gemüseständen. Im Jahr 2017 erhält der Markt sein heutiges Aussehen.
Das 2017er-Konzept soll, nach eigenem Bekunden, dem Markt einen innovativen und zeitgemäßen Charakter verleihen, ohne dabei seine historische Essenz zu verlieren. Ziel der Wiedereröffnung war es, den traditionellen Markt mit modernen Elementen zu verbinden und ein breites Angebot zu schaffen – von frischen Produkten wie Obst, Gemüse und Fleisch bis hin zu Restaurants, Weinständen und Craft-Bier.
Wir haben den Markt nur an zwei Tagen gesehen, da erschien er uns überwiegend als ein Streetfoodmarkt. Wir können aber nicht ausschließen, dass an bestimmten Wochentagen zusätzliche Marktstände öffnen, die dann das Angebot entsprechend erweitern.
Auch dieser Markt befindet sich wieder in einem ansprechenden Gebäude. Es erreicht nicht die Eleganz des Mercado Bom Sucesso und es strahlt auch nicht die Ruhe und entspannte Atmosphäre jenes Marktes aus, aber auch hier fühlt man sich durchaus wohl.
Und natürlich kann man es sich auch hier vor dem Gebäude gut gehen lassen.
Der Innenraum des Mercado Beira-Rio, bedeckt von einem Stahlgerippe auf der eine hölzerne Unterkonstruktion ruht.
Eine große Videoleinwand informiert die Besucher über das aktuelle Geschehen, beeinträchtigt aber auch ein wenig die Gemütlichkeit. Mit der ist es auf den Bank-Tisch-Kombinationen aber ohnehin nicht weit her. Es ist so eine Art Hop-On Hop-Off Markt für den schnellen Verzehr und das schnelle Räumen der Plätze. Bei den Portugiesen scheint das aber verpönt, die haben ordentliches Sitzfleisch.
Craftbeer gewinnt nicht nur in Porto eine zunehmend größere Fangemeinde. Weil die meisten Portobesucher mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann auch die Flaniermeile in Vila Nova de Gaia besuchen, wird man so oder so auf diesen Markt stoßen. Das sollte man berücksichtigen und im Magen noch ein wenig Platz lassen.
Wenn ihr im Zentrum von Porto unterwegs seid, wird euch vielleicht dieser Streetfoodmarkt für eine kurze Rast ganz gelegen kommen. Außerdem könnt ihr hier das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden, denn die Bahnhofshalle ist bekanntlich eine Augenweide. Der Markt befindet sich im Südflügel des Bahnhofs Porto São Bento. Durch die aktuelle Großbaustelle um den Bahnhof liegt er derzeit etwas versteckt.
Der Time Out Market beherbergt nach eigenem Bekunden erstklassige Restaurants, Bars, eine Kochschule und einen exklusiven Musikclub. Hier findet man frischen Fisch, Fleisch und Obst, kann die besten lokalen Weine probieren und in über 40 Restaurants speisen, die sowohl portugiesische Küche als auch internationale Spezialitäten anbieten.
Im Netz lesen wir, dass der Markt gut besucht ist. Wir können das an den zwei Besuchstagen nur bedingt bestätigen, finden es aber sehr angenehm, dass man auch hier, wie im Mercado Bom Sucesso, in Ruhe rasten kann.
Der über zwei Etagen verteilte Markt leidet derzeit bestimmt wegen der Großbaustelle um den Bahnhof São Bento. Unser Eindruck ist also vermutlich nicht ganz repräsentativ. Rasten und/oder Speisen, für uns in jedem Fall ein lohnendes Ziel.