Nachdem wir uns in der Markthalle umgesehen haben, nehmen wir uns die Stadt Matosinhos vor. Wie bereits erwähnt, hält sich die Zahl der Highlights in engen Grenzen. Die Wenigen zeigen wir euch auf dieser und den beiden danach folgenden Unterseiten. Denn die Informationen des netten Herrn in der Markthalle umfassen auch die Küstenlinie westlich und nördlich von Matosinhos.
Das Kärtchen zeigt die Stadt Matosinhos, ca. 15 km nordwestlich von Porto mit einigen Sehenswürdigkeiten im Stadtgebiet (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Die "Ponte móvel de Leça" steht unweit der Markthalle. Es ist eine Klappbrücke, die den Hafen von Leixões überspannt und die Ortsteile Matosinhos und Leça da Palmeira verbindet. Sie ersetzt eine ältere Brücke und wurde im Jahr 2007 fertiggestellt, um dem Verkehr den Umweg um das Hafenbecken und der Stadt verstopfte Straßen zu ersparen.
Und größeren Schiffen ermöglicht sie im Hafen anzulegen. Leider war kein Schiffsverkehr, Michael hätte die Brücke natürlich auch gerne einmal hochgeklappt gesehen.
Der Hafen von Leixões von der Ponte móvel de Leça aus aufgenommen, Blickrichtung Westen.
Von der Brücke aus laufen wir der "Metrotrasse" folgend, in Richtung Stadt und bleiben gleich neben der Markthalle in der Rua de Brito Capelo 51, an einem Lädchen mit sehr günstigen Preisen hängen. Hier kaufen wir Tischdecken, Schürzen und Handtücher mit landestypischen Mustern zu Schnäppchenpreisen.
Von dem Textilwarenladen laufen wir weiter in Richtung Hafen. Die Häuserzeilen sind hier alle etwas in die Jahre gekommen. Prächtige Fassaden einiger Häuser zeugen noch von besseren Zeiten. Schließlich erreichen wir den Fischgroßmarkt in der Rua Heróis de França. Hier landen zahlreiche Fischkutter ihren Fang an, der frisch verkauft oder gleich gegenüber in den einschlägigen Restaurants zum Verzehr angeboten wird.
Den Großmarkt können wir nicht betreten, aber in einem kleinen Verkaufsladen nebenan gibt es sehr günstig Fischkonserven und auch hier schlagen wir zu.
Weiter geht es auf der Rua Heróis de França nach Süden. Ein Sichtfenster eröffnet einen Ausblick in Richtung des neuen Terminals für Kreuzfahrtschiffe.
Die Hafenanlagen und auch die benachbarten Häuserzeilen sind nicht wirklich schön anzuschauen.
Dann erreichen wir den Park Jardim Senhor do Padrão mit dem Denkmal Senhor do Padrão. Im Inneren befinden sich vier Kalksteinfiguren, die die vier Evangelisten – Markus, Lukas, Johannes und Matthäus – darstellen.
Ein kleines Restaurant, die Cantinho Senhor do Padrão am südlichen Ende des Parks.
Praia do Titan und Praia de Matosinhos, die ausgedehnten Strände von Matosinhos.
Denkmal für eine Tragödie, die sich im Dezember 1947 ereignete und 152 Fischer das Leben kostete.
Und eine kurze Erläuterung dazu.
So können auch bewegungseingeschränkte den Strand genießen.
Den Strand hält man in tadellosem Zustand. In der Ferne sieht man das neue Kreuzfahrtterminal. Hier legen die Kreuzfahrtschiffe für Porto an.
Das Terminal ist einem Oktopus nachempfunden, das ist aus diesem Blickwinkel allerdings nicht zu erkennen, da müsste man schon aus der Vogelperspektive schauen.
Kubus in der Avenida da República an der Metrostation. Vom Strand bewegen wir uns noch einmal in Richtung Stadt, haben immer noch die Hoffnung hier irgendetwas Aufregendes entdecken zu können.
Aber etwas wirklich Atemberaubendes sehen wir nirgendwo.
Bunte Farbtupfer alleine helfen da auf Dauer auch nicht weiter.
Also bewegen wir uns wieder in Richtung Küste. Unser Ziel ist die Skulptur Anémona, denn auch dort hält der 500er Bus, der uns auch heute wieder nach Porto bringen soll.
Die Skulptur Anémona befindet sich ganz im Südwesten der Stadt Matosinhos an der Praça da Cidade do Salvador. Von der Markthalle Matosinhos sind es etwa 1,75 km Fußweg bis dorthin. Die kinetische Skulptur wurde von der US-amerikanischen Künstlerin Janet Echelman entworfen und 2005 installiert. Sie besteht aus einem 20 Tonnen schweren Stahlring mit 42 Metern Durchmesser und einer Netzstruktur, die sich im Wind bewegt. Die Form, die an ein riesiges Fischernetz erinnert, ist eine Hommage an das lokale Fischerei- und Industrieerbe der Region.