Im westen der Île de Ré

Von La Couarde-sur-Mer zum Phare des Baleines

Das Kärtchen zeigt das Umfeld des Leuchtturms Phare des Baleines, ganz im Nordwesten der Île de Ré. Das Wohnmobil hatte Michael auf einem Lkw-Abstellplatz im Chemin de la salle polyvalente abgestellt. Von dort sind es über die Rue du Phare hin und zurück 4 km Strecke. Von dem oben eingezeichneten Pkw-Parkplatz beträgt der Fußweg hin und zurück etwa 1 km Strecke (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).  

Von der Segelschule Centre Nautique Couardais du Goisil und den Salinen geht es mit dem Fahrrad jetzt aber erst einmal landeinwärts hinüber nach La Couarde-sur-Mer.

La Couarde-sur-Mer

Auf den ersten Blick macht der Ort einen ziemlich verschlafenen Eindruck. Im Gegensatz zu Saint-Martin de Ré sind die meisten Nebenstraßen verwaist, es ist kaum eine Menschenseele zu sehen. Es sieht ein wenig so aus, als hätten sich hier viele Besserverdienende eine Zweitwohnung zugelegt, die jetzt, außerhalb der Saison, natürlich leersteht.  

Ein schlichtes Gebäudeensemble, hübsch eingerahmt mit Pflanzen.

Die Église catholique Notre-Dame-de-l'Annonciation von der Grande Rue aus aufgenommen. Selbst im Ortszentrum sind am heutigen Sonntag jedenfalls nur ganz wenige Touristen unterwegs, die eher auf Verdacht vorbeigeschaut haben, weil das Radwegenetz sie hier vorbeigeführt hat. Es deutet auch nichts auf einen Markt oder sonstige Wochenendfestivitäten hin. Lohnend wäre sicherlich der Strand. Denn die gesamte Südwestküste ist geprägt durch scheinbar endlos sich hinziehende Strände. Aber die sind auch noch im Nachbarort Le Bois-Plage-en-Ré zu besichtigen. 

Le Bois-Plage-en-Ré

Für Michael geht es deshalb gleich weiter. Noch vor dem Ortszentrum sieht er sich den Strand an und muss zugeben, dass die Fremdenverkehrswerbung nicht zu viel versprochen hat. 

Le Bois-Plage-en-Ré hat tatsächlich einen wunderbaren Strand, der im Sommer sicherlich zahlreiche Touristen anzieht. 

Der Ortskern ist auch deutlich belebter als La Couarde-sur-Mer, aber mit Saint-Martin-de-Ré und La Flotte können sie nicht mithalten. Weil Michael aber schon sein letztes Tagesziel im Kopf hat, vergisst er vollkommen, auch einmal ein paar Bilder zu machen.

Am leuchtturm Phare des Baleines

Von Le Bois-Plage-en-Ré geht es mit dem Rad zurück zum Womo auf dem Tagesparkplatz bei Saint-Martin-de-Ré. So ein erlebnisreicher Tag geht leider viel zu schnell zu Ende, und so ist es bereits 15:30 Uhr, als Michael sich zu einem letzten Ziel auf den Weg macht. Es ist die westlichste Spitze der Ile de Ré, bei Phare des Baleines. 

Hier steht ein schöner Leuchtturm, die vorgelagerte Küstenlinie lädt zu Wanderungen ein und das gesamte Umfeld vor dem Turm wird von kleinen Boutiquen, Souvenirläden und Ständen mit allerlei süßen Leckereien wie Waffeln, Eis und Crêpes gesäumt. Zahlreiche Leute haben sich hier eingefunden. Um auf den Turm zu steigen, ist es heute schon zu spät, denn Michael will heute Abend noch ein ganzes Stück fahren, und durch die Zeitumstellung am Sonntag wird es nun bereits gegen 19:00 Uhr dunkel. Also sieht er zu, dass er alle lohnenden Ziele ablichtet, und macht sich alsbald auf den Weg. 

Wie so oft gibt es für Wohnmobile keinen geeigneten Parkplatz im Nahbereich des Turms. Das Wohnmobil findet auf einem Lkw-Abstellplatz im Chemin de la salle polyvalente Platz. Von dort geht es erneut mit dem Fahrrad über die Rue du Phare in Richtung Küste. Die einfache Strecke beträgt 2 km. 

La Martinière Le Phare des Baleines, Eis und mehr.

Souvenirläden dürfen an diesem doch sehr touristisch geprägten Landende natürlich nicht fehlen. 

Eine Boutique mit mehreren Inselfilialen versucht auch hier ihre Ware an die Frau zu bringen.

Restaurant und Crêperie Chez Marie am unteren Ende der Alleé du Phare.

Das Café du Phare befindet sich am oberen Ende der Allée du Phare in unmittelbarer Nähe des Leuchtturms.

Am Inselende beschreibt der Strand einen hufeisenförmigen Bogen und ist unweit des Leuchtturms überwiegend steinig ausgebildet.

Ein Schutzwall gegen allzu aufdringliches Meerwasser an stürmischen Tagen.

Dem Leuchtturm vorgelagert, trifft man überwiegend auf steinige Strände, die aber nach Osten wieder in Sandstrand übergehen.

Niedrigwasser lockt einige Besucher ein ganzes Stück hinaus aufs Meer.

Das Leuchtturmareal, bei Ebbe vom Strand aus aufgenommen.

Um sich ein wirklich fundiertes Bild von allen Teilen der Insel zu machen, hat die Zeit leider nicht gereicht, aber ist es nicht auch schön, wenn man sagen kann: hier gibt es noch einiges zu entdecken und ich sollte auf jeden Fall noch einmal zurückkehren.