Porto Stellplatz

Stellplatz, mit Bus- und Metro nach Porto

Karte bitte anklicken, um eine vergrößerte Darstellung zu erhalten! Das Kärtchen gibt einen groben Überblick über einige von uns besuchte Stadtteile, touristische Highlights und die Lage des Stellplatzes 15 km nordwestlich von Portos Altstadt entfernt (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).

Hier seht ihr die Einfahrt zum Stellplatz. Im Foto sieht der abgesenkte Bordstein harmlos aus. Tatsächlich ist der aber recht steil, deshalb muss man mit einem langen Heck insbesondere bei der Ausfahrt aufpassen, dass man nicht aufsetzt. Wir sind deshalb möglichst schräg hinausgefahren. Obwohl ein gutes Stück abseits der Straße liegend, sind der Straßenverkehr und auch der nahegelegene Flughafen durchaus wahrzunehmen. Für uns war das allerdings kein Problem. 

Hinweistafel am Eingangstor zum Stellplatz.  

Die Zufahrt ist eng, wir haben vorsichtshalber unsere Spiegel eingeklappt.

Wie man sieht, meistern aber selbst große Liner das Nadelöhr. Mit etwas Geduld ist das also alles machbar.

Der Stellplatz liegt relativ weit außerhalb (15 km bis zur Altstadt) und ist mit 11 € aktuell für eine Großstadt noch recht günstig. Buchen kann man leider nur online, was uns nicht so gefällt, aber das ist halt die Zukunft. Von 6 Nächten war der Platz an Dreien voll ausgebucht und an drei weiteren Nächten zu 90 % belegt. Rechtzeitig buchen macht also Sinn. 

Im Preis enthalten sind die Ver- und Entsorgung, Strom und/oder Duschen sind (noch) nicht vorhanden. Die VE ist recht sauber, das Trinkwasser nicht zu beanstanden. Der Betreiber bzw. seine Mitarbeiter sind hilfsbereit und kommen meist im Laufe des Morgens auf dem Platz vorbei.

Die Toilettenentsorgung.

Unmittelbar vor der Zufahrt befindet sich Steinstrand. Im Umfeld gibt es aber genügend Sandstrände, an denen man sich die Beine vertreten kann. Außerdem gibt es schöne Radwege an der Küste entlang.

Und malerische Sonnenuntergänge gibt es auch, der Platz ist ja nur 100 m vom Strand entfernt.

Die Bushaltestelle befindet sich 100 m südlich der Stellplatzeinfahrt. 

Hier wird es nun ein wenig abenteuerlich. Die oben im Bild angeführten Linien 104 und 119 haben wir in 6 Tagen nie gesehen, die fahren offensichtlich überhaupt nicht, dafür fahren Busse (u. a. Linie 5001), die an der Haltestelle gar nicht angeschlagen sind. Der Fahrplan ist im Übrigen komplett unleserlich. Die Richtungsangabe "Sete Bicas" ist korrekt. Dort verläuft die Hauptmetrostrecke, wo ihr alle paar Minuten eine Bahn ins Zentrum nehmen könnt. Wir hoffen mal, dass hier irgendwann auch wieder einmal eine vernünftige Beschilderung Einzug hält.

 

Zwei Dinge müsst ihr unbedingt beachten: Am Wochenende fährt der 5001er Bus nur in großen zeitlichen Abständen. Wenn ihr da fahren wollt, müsst ihr das gut planen, sonst habt ihr wenig Freude (Fahrplan steht im Netz). Im Zweifel seid ihr mit Uber, Bolt, Taxi oder E-Bike besser dran.

 

Wenn ihr am Abend nach 20:00 Uhr unterwegs seid (insbesondere Rückfahrten aus Porto), werdet ihr den 5001er Bus vergebens suchen, der fährt dann nämlich nicht mehr. An dessen Stelle fährt der Nachtbus und der scheint zwei Linien zu bedienen. Das bedeutet, es dauert ewig, bis ihr zu Hause seid. Selbstverständlich haben wir auch nirgendwo einen Hinweis gefunden, dass am Abend der Kleinbus der Linie 5011 zu benutzen ist. Also haben wir uns an der Metrostation Sete Bicas die Beine in den Bauch gestanden, bis wir uns bei diversen Busfahrern durchgefragt haben, um irgendwann diese Info zu erhalten. ÖPNV - kein Zuckerschlecken.

Und hier ist der 5001er Bus, der zumindest tagsüber tatsächlich auch fährt. Darüber hinaus fährt die Linie 5004 ebenfalls nach Sete Bicas, allerdings auf einer anderen Route. Der 5001er Bus hat den Vorteil, dass er über Matosinhos fährt. Bis dorthin benötigt er etwa 20 Minuten. Ihr müsst nicht aussteigen, sondern könnt hier weiterfahren bis zur Endstation des Busses an der Metrohaltestelle Sete Bicas. Steigt ihr allerdings am Busbahnhof  Matosinhos (Markthalle) aus, habt ihr diverse Alternativen.

In Matosinhos steht diese große Markthalle. Sie beherbergt den Mercado Municipal de Matosinhos. Unmittelbar vor der Halle befinden sich die Metrostation der Linie A und ein kleiner Busbahnhof. Sie sind die Drehscheibe des ÖPNV rund um Matosinhos. Vor der Halle fährt die Metrolinie A in Richtung Porto, es fährt der 5001er Bus weiter in Richtung Sete Bicas (Station an der Metrohauptstrecke), es gibt die Linie 5013 zum Flughafen und vor allem befindet sich hier die Endstation des 500er Doppeldeckerbusses. Mit den Linien 5001, 500 und Metrolinie A (hellblau) habt ihr also drei Möglichkeiten, in Richtung City zu fahren.  

 

Warum heben wir den 500er Bus hervor? Auch wenn der vielleicht ein wenig mehr Zeit benötigt als die Metro, hat er einige klare Vorteile.

 

1. Ihr bekommt auch in der Hauptverkehrszeit garantiert einen Sitzplatz, die Metro ist dagegen zu diesen Zeiten mehr als voll.

 

2. Ihr könnt genau wie im 5001er Bus bar bezahlen. Somit müsst ihr euch nicht schon am Anreisetag mit den lokalen Automaten herumschlagen. In der Metro wäre das zwingend erforderlich.

 

3. Vom Oberdeck des Busses habt ihr einen guten Überblick und seht schon bei der ersten Anfahrt etwas von der Stadt. In der Metro seht ihr eine ganze Reihe von Schallschutz- und Tunnelwänden.

 

4. Die Endstation des 500er Doppeldeckerbusses ist São Bento, da befindet ihr euch direkt im Zentrum von Porto. Der Punkt gilt allerdings auch für die Metrolinien.  

 

5. Habt ihr erst einmal eine Tages- oder Mehrtageskarte, dann könnt ihr mit der Linie 500 Sightseeing machen, entlang der historischen Trambahn oder an sonstigen schönen Plätzen immer mal wieder aussteigen und euch die Umgebung anschauen. 

 

6. An der Endstation São Bento geht ihr in die Bahnhofsvorhalle zum Mobilitätszentrum (Bild unten). Dort bekommt ihr Ein- oder Dreitageskarten. Zweitageskarten gibt es komischerweise nicht. Eine Dreitageskarte für sämtliche Zonen des Verkehrsverbundes (öffentliche Busse und Metro) kostet aktuell 16 €. Verglichen mit anderen europäischen Metropolen ist das sehr günstig. Eine einzige Fahrt zum Stellplatz mit Uber oder Bolt kostet ungefähr 14 €. Der ÖPNV lohnt sich in Porto auch deshalb besonders, weil es vielfach hoch und runter geht. Da nimmt man im Laufe des Tages gerne mal den Bus.

 

Bitte beachtet nach dem Erwerb einer Ein- oder Mehrtageskarte, dass diese erst aktiviert wird, wenn ihr die erste Fahrt antretet. Wählt also den Fahrtantritt so, dass es perfekt zu eurem Aufenthalt passt. Achtet ferner darauf, die Karte beim Wechsel von Bussen oder Bahnen stets neu zu entwerten. Wir wurden in 5 Tagen zweimal kontrolliert, einem Touristen wird sicherlich nicht der Kopf abgerissen, wenn er das Entwerten beim Einchecken vergisst, aber man sollte sich Ärger immer vom Hals halten.  

Das Mobilitätszentrum mit dem Bilheteiras (Ticketschalter) in der wunderschönen Bahnhofshalle des Bahnhofs Porto São Bento. Mit der Bahnhofsvorhalle seht ihr übrigens auch schon das erste Highlight der Stadt. Mehrtagestickets bekommt ihr u. a. auch unweit der Touristeninformation in Vila Nova de Gaia am Südufer des Douro und vermutlich auch am Flughafen. 

Falls ihr Bedarf habt: Der 5013er Bus fährt von der Markthalle in Matosinhos zum Flughafen.

Die Metrostation Sete Bicas an der Hauptmetrostrecke nach Porto. Hier fährt die Metro noch oberirdisch. Es fahren mindestens 4 Linien in Richtung Zentrum, es gibt also fast keine Wartezeiten. Zu den Hauptverkehrszeiten sind die Züge allerdings richtig voll.

Der 500er Doppeldeckerbus auf dem Weg in die City. Auf dem letzten Kilometer vor der Endstation São Bento klemmt es in den Hauptverkehrszeiten. In der City sind die Straßen dann ziemlich verstopft. Wenn es klemmt, steigt aus und besucht zunächst die Flaniermeile am Nordufer des Douro im Stadtteil Ribeira. Die fängt dort an, wo die Straße in Richtung Altstadt den Hang hinaufgeht (Endhaltestelle der historischen Trambahn).