Sonntag, 01.06.2025 - von Kaugatoma-Lõu nach RMK Tuhkana - 119 km
Saaremaa, die größte Insel Estlands ist immerhin 120 km lang und bis zu 50 km breit
Das Kärtchen zeigt unseren Übernachtungsplatz im Norden der Halbinsel Sörve bei Kaugatoma-Lõu (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Wir verlassen den Übernachtungsplatz bei Kaugatoma-Lõu bereits gegen 07:00 Uhr. Der schmale Feldweg, den wir gestern Abend noch befuhren, weicht wieder einer ordentlichen Piste, die man einigermaßen gut befahren kann.
Vom Übernachtungsplatz in Kaugatoma-Löo fahren wir die kurze Stichstraße zurück auf die Hauptstraße, die aber auch schon seit Löpe-Kaimri aus einer Schotterpiste besteht. Wir folgen der Straße 103 am Rande der Kaugatoma-Lõu Bucht nach Norden, bis die Straße 108 in Richtung Lömala abzweigt. Von diesem Abzweig können wir entweder die kürzere Strecke über die 108 entlang der Küste nehmen oder wir fahren etwas weiter ins Landesinnere und haben Asphalt unter den Rädern. Da die Schotterpiste in dieser Gegend in einem relativ guten Zustand ist, nehmen wir nun auch noch diese letzten 11 km Schotter mit, was soll's. Natürlich haben wir an einem Sonntagmorgen die Schotterpiste alleine für uns.
Da wir uns überwiegend küstennah bewegen, haben wir meist freien Blick aufs Meer, die vorgelagerten Schilfgürtel und Salzwiesen und sehen dort die ganze Vogelpracht vor uns liegen. Die einen jagen nach Fisch, die Vegetarier nach Grünzeug, andere trocknen ihr Gefieder oder ruhen sich auf einem der vielen Findlinge vom letzten Flug aus. Zwei Adler sitzen auf einem Findling und Michael wittert ein schönes Fotomotiv. Doch obwohl die Distanz bis zu ihnen recht groß ist und sie eigentlich niemanden fürchten müssen, sehen sie, dass Michael aus dem Fahrzeug aussteigt, und erheben sich in die Lüfte. Vereinzelte Kranichpärchen stolzieren durchs Gras und beäugen uns misstrauisch, wenn wir vorbeifahren, bleiben aber, wo sie sind, solange das Fahrzeug in Bewegung ist. Bleiben wir aber stehen, um durchs offene Fenster zu fotografieren, oder steigt Michael gar aus, erheben sie sich sofort in die Lüfte mit lautem Geschrei. Eine bessere Alarmanlage gibt es in dieser Wildnis weit und breit nicht.
Einmal sehen wir ein Pärchen auf der Wiese und verschwinden mit unserem Fahrzeug kurz darauf hinter einer längeren Baumreihe. Das ist die Gelegenheit, die beiden zu überlisten. Michael hört aber an ihrem Geschrei, dass sie alarmiert sind, weil unser Fahrzeug nicht jenseits der Baumreihe wieder auftaucht und weiterfährt.
Extrem aufmerksam beobachten sie die Umgebung, und Michael weiß, dass er wohl nur einen Schnappschuss hat, und der muss sitzen. Allerdings steht er mit dem Fahrzeug auch mitten auf der Straße und kann hier nicht ewig stehenbleiben. Doch kaum wagt er sich aus seinem Versteck, sind sie auch schon in der Luft und die Chance ist vertan. Also, um Vögel zu beobachten, ist dieser Streckenabschnitt wirklich ideal. Wer mehr Geduld mitbringt als wir und vielleicht auch ein stärkeres Teleobjektiv mitführt, der wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.
Bei Möldri passieren wir eine ehemalige Windmühle. Kurz vor Toomalõuka endet dann die Straße 108 und wird nun zur 102. Für weitere 10 km bleibt sie der Küste treu, dann führt sie auf geradem Wege nach Norden durch bewaldetes Gelände.
Das Gästehaus Harbor House Lõmala von der Straße 102 aus aufgenommen. Das Gästehaus befindet sich ca. 1,5 km südlich des Weilers Toomalõuka im Südwesten der Insel Saaremaa.
Unser letzter Fotopunkt im Süden ist die Bushaltestelle Lõmala. Jetzt müssen wir aber wirklich einmal Gas geben, sonst kommen wir überhaupt nicht mehr vom Fleck. Wir stellen die Jagd auf Vögel, Windmühlen und was immer sonst noch interessant sein könnte ein und machen Strecke, um endlich irgendwo einmal einen vernünftigen Frühstücksplatz zu finden.
Lange folgen wir der Straße 102, die hier einen ordentlichen Bogen vollzieht, kommen dabei auch an mehreren Picknick- und Parkplätzen vorbei, aber entweder gibt es keine Toilette oder der Weg ist so schmal oder unwegsam für unseren Brummer, dass wir stets passen müssen. Bei Kihelkonna endet die 102 und geht in die 78 über. In Kihelkonna gibt es außerdem einen Coop, bei dem wir einen kurzen Stopp machen.
Die 78 bringt uns jetzt immer weiter nach Norden, bis sie bei Tagamõisa nach Osten umbiegt und dann auf die Küste zuläuft. Dort wird die 78 dann zur Straße 114, die uns jetzt entlang der Ostküste der Tagalaht-Bucht nach Süden bringt. Bei Veere vaateplatvorm treffen wir auf die Steilküste, die hier durch eine lange Treppe erschlossen ist.
Und eine schöne Aussicht auf die einsame Ostsee hat man von hier oben natürlich auch.
Das Kärtchen zeigt unseren Rastplatz im Norden der Insel Saaremaa (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Wenig später erreichen wir nach 62 km Strecke endlich unser vorläufiges Tagesziel. Das klingt gar nicht so viel, aber von den 62 km waren immerhin 15 km Piste und auch die verbleibende Strecke eignete sich kaum, um Tempo zu machen.
Die Zufahrt zum Stellplatz für unseren Brummer ist trotz des kurzen Weges recht mühsam. Außerdem sind von den vier möglichen Stellplätzen drei belegt und der vierte ist eigentlich zu klein für uns. Doch wir haben Glück! Kurz nach unserer Ankunft fährt ein holländisches Pärchen gerade weg, und so bugsieren wir unseren Brummer in die ebenfalls recht eng bemessene Waldbucht der Holländer und können endlich durchschnaufen. So schnell bringt uns hier nichts mehr weg, denn der Platz ist trotz aller Enge wirklich gemütlich.
Wir befinden uns nun auf dem RMK Stellplatz Veere telkimisala, der außer einer V/E alles bietet, was wir benötigen. Eigentlich besteht der Platz aus drei kleinen, separaten RMK-Plätzen, die sich an der Westseite der Tagalaght-Bucht über mehrere hundert Meter Küstenlinie erstrecken. Laut Stellplatz-App P4N befinden wir uns auf dem südlichsten der drei Plätze, die RMK-Schautafel weist diesen Platz aber als den mittleren aus (RMK Campingplatz Veere Telkimisata). Eigentlich sollte die estnische Forstbehörde am besten Bescheid wissen, also vertrauen wir der mal.
Anschließend laufen wir den strandparallelen Waldweg hoch, um uns die anderen Plätze einmal anzusehen. Dieser Waldweg wäre nach der Breite und der Wegbeschaffenheit auch für uns zu schaffen, aber die vielen niedrigen Äste, die in den Weg hineinragen, machen es selbst für geländegängige Fahrzeuge mühsam. Eigentlich ist die Zuwegung für Pkw mit Zelten optimiert. Alles andere will hier wahrscheinlich keiner sehen. Aber in der Vorsaison ist das wurscht, denn da wären diese Plätze ohne die Camper komplett leer. Weit und breit ist von Zelten nichts zu sehen.
Wir kommen, nach Norden laufend, an einen ersten kleinen Grillplatz und danach an einen zweiten mit Toilette. Diesen Platz hätten wir nehmen sollen, da hätten wir sogar alleine gestanden und er wäre ebener gewesen als der Platz, den wir am Ende gewählt haben. Da wir aber noch weiterwollen, ist das jetzt auch egal. Das zeigt jedenfalls, dass man sich immer ein wenig umsehen muss.
Wollten wir hier übernachten, könnten wir uns ohne Probleme noch einmal umorientieren. Sogar Holz hätten wir zum Grillen in ausreichender Menge herumliegen. Das erinnert uns stark an Kanada, nur dass die dort noch deutlich mehr liegen hatten. Uns gefällt es hier oben ausgesprochen gut. Die westestnischen Inseln sind für Freisteher in der Vorsaison wirklich ein Traum.
Nach dem etwas verspäteten Frühstück und unserem kleinen Ausflug setzt sich Angelika mit dem Klappstuhl an den Strand und liest, während Michael Berichte schreibt. Mit ein wenig Wind von der See lässt es sich hier vorn gut aushalten, denn der ärgert die Fliegen und vertreibt sie.
Nach mehreren Stunden Rast machen wir uns gegen 13:00 Uhr wieder auf den Weg. Die drei Plätze müssen wir uns gut merken. Unser nächstes Zwischenziel ist das Panga-Kliff. Bis dorthin sind es nun nochmals 30 km Strecke. Wir gehen davon aus, dass die überwiegend asphaltiert sind, und so sollte das nicht länger als eine knappe Stunde dauern, bis wir dort aufkreuzen.
Unterwegs sehen wir immer wieder Berge von Holzresten am Straßenrand liegen. Als Bauholz dürfte sich dieses Material kaum eignen. Vielleicht wird es geschreddert und dann zu Pellets oder Wegebaumaterial in Nationalparks verarbeitet.
Das Kärtchen zeigt die drei wichtigsten Stationen des heutigen Tages auf unserem Weg durch Saaremaas Nordwesten (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Nach etwa 30 km Fahrtstrecke erreichen wir den Ort Panga, wieder einmal eine Streusiedlung. Als die Straße das Meer erreicht, ist auf der rechten Seite eine kleine Zuwegung in Richtung Meer (Plätze für Freisteher) und nach wenigen Metern ein küstenparalleler, teils recht unebener Platz, der sich rechts der Einfahrt noch ein ganzes Stück nach Osten ausdehnt. Diese hinteren Plätze werden wegen der besseren Deckung gerne von Geländefahrzeugen oder Leuten genutzt, die auch einmal ein paar Tage länger stehenbleiben wollen.
Uns ist dieses Gelände zu uneben, aber der Platz vorne taugt allemal als Nachtlager. Wir stehen direkt am Kiesstrand und haben freie Sicht aufs Meer.
Wir machen erst einmal Mittag, checken dann einen weiteren potenziellen Übernachtungsplatz etwas weiter in Richtung Kliffs, um uns zu versichern, welcher Platz der beste für die Nacht sein könnte, und fahren dann zu den Panga Kliffs (Bild oben), die nur etwa 1,5 km westlich unseres aktuellen Standorts liegen.
Am Ende der Straße befindet sich direkt an den Panga Kliffs ein richtig großer asphaltierter Platz, der zahlreiche Fahrzeuge aufnehmen kann. Hier darf man auch übernachten. Allerdings fällt die Fläche in Richtung Meer etwas ein, sodass man je nach Standort und Fahrzeugaufkommen Keile unterlegen muss.
Es gibt auch einen Aussichtsturm, der aber offenbar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Die Klippen sind bis zu 20 Meter hoch und fallen fast senkrecht zum Meer hin ab. Lange suchen wir einen Punkt, an dem man absteigen könnte. Es soll sogar ein Seil geben, an dem man sich an einer Schräge abseilen kann. Runter käme Michael wahrscheinlich auch damit, ob er aber wieder hinaufkäme, ist doch mehr als fraglich. Von einem Schweizer Pärchen, das wir nun schon einige Male getroffen haben, erfahren wir, dass es etwa 300 m westlich des Parkplatzes eine Stelle gibt, an der man problemlos nach unten kommt, weil die Steilklippen dort auslaufen und nicht mehr diese Höhe aufweisen.
Für Michael ein gefundenes Fressen, Angelika bleibt lieber oben am Womo und redet mit den Schweizern. Als Michael den Abstiegspunkt erreicht hat, wendet er sich wieder nach Westen und folgt der nun immer weiter ansteigenden Wand nach Westen.
Am Anfang ist der Gesteinsstrand unterhalb der Klippen noch mehrere Meter breit. Als die Klippen aber ihre maximale Höhe erreichen, schmilzt der Strand immer weiter zusammen und am Ende bleiben nur noch 50 cm Fußweg. So richtig wohl ist Michael nicht, denn statt einer plattigen Absonderung sondert der Fels brockig ab, weist etliche Überhänge und breite Klüfte auf und ist ziemlich unberechenbar. Michael wird an dieser Engstelle sehr schnell und sieht zu, dass er bald wieder etwas mehr Abstand zwischen sich und die Wand bringt.
Wie hier im Bild sieht man auch einige Felsabgänge, und Michael ist froh, als er die Engstellen passiert hat und der Steinstrand wieder breiter wird. Trotzdem traut er dem Frieden nicht, sammelt einige der allerdings schlecht erhaltenen Fossilien auf und begibt sich zügig zurück in sichere Gefilde. Dass es keinen bequemen Zugang zur Klippensohle gibt, könnte damit zusammenhängen, dass die Gemeinde Nachrichten über Schwerverletzte, die das Risiko falsch eingeschätzt haben, vermeiden möchte. Aber das ist nur eine Vermutung. Michael würde jedenfalls jedem raten, der da hinuntergeht, mindestens einen Fahrradhelm aufzusetzen und hellwach zu sein, wenn es irgendwo bröckelt oder Gestein im Wasser landet.
Eigentlich wollen wir den Abend nun auf dem Parkplatz an den Klippen verbringen, aber mit der Entsorgung sieht es so mau aus, dass wir auf saubere Toiletten angewiesen sind, und die Toiletten an den Klippen sind leider total verdreckt. Also schauen wir in der Stellplatz-App nach, wo auf der Fahrtstrecke in Richtung Fähre nach Hiiumaa noch eine saubere Toilette zu finden sein könnte, und werden am RMK Tuhkana Wanderparkplatz fündig.
Das Kärtchen zeigt unseren Übernachtungsplatz im Norden der Insel Saaremaa und unweit des Tuhkanasees (Quelle: OpenStreetMap, Lizenz CC-BY-SA 2.0).
Der Platz liegt auf halbem Wege zur Fähre und bietet sich somit geradezu an. Bis auf den letzten Kilometer fährt man nur auf Asphalt und die Schotterpiste ist auch ganz ok. Die letzten 150 m führen allerdings zwischen etwas eng stehenden Kiefern hindurch, aber das ist mit einem Womo mittlerer Größe ohne Weiteres machbar. Bei unserer Ankunft ist der Platz leer. Wir werden ja sehen, ob es heute Nacht dabei bleibt. Weil Michael allzu lässig nach draußen geht und die Türe einen Moment auflässt, fangen wir uns allerdings gleich einen Schwung Moskitos ein und Angelika ist eine ganze Weile beschäftigt, die Biester in den Himmel zu befördern. Danach sind wir äußerst vorsichtig bei Ein- und Ausstieg. Inzwischen ist es 21:00 Uhr.
Montag, 02.06.2025 - vom RMK Tuhkana zum RMK Platz Palli telkimisala - 119 km
Gestern Abend ist kein Fahrzeug mehr gekommen, wir blieben also alleine. Heute früh haben wir zur Abwechslung wieder einmal einen Regentag. Um 07:00 Uhr soll es losgehen. Deshalb geht Michael um 06:30 Uhr noch schnell an den kleinen See und zum Strand. Der See ist knapp 100 m vom Parkplatz entfernt, von Wald umgeben und zumindest an den Rändern nur mäßig tief. Dichte Schilfgürtel säumen seine Ufer. Eine ideale Brutstätte für Moskitos, kein Wunder, dass die hier in größerer Zahl auftreten. Hinter dem See wird es sandig. Zwischen Wald und dem danach folgenden schmalen Dünenkamm hat die Forstverwaltung RMK einen schönen Rastplatz mit überdachter Bank-Tisch-Kombination und Grill eingerichtet.
Hier sieht man den fast zugewachsenen See mitten im Wald. Eine saubere Trockentoilette haben wir auf dem RMK Platz Tuhkana ebenfalls, das war ja unser Hauptanliegen.
Michael passiert den Dünenkamm und erreicht den breiten, feinsandigen Strand mit Flachwasser, in dem auch kleinere Kinder gefahrlos baden können. Die Ostsee hat ja bei normalem Wetter keine hohen Wellen und das Wasser erwärmt sich in so einer Flachwasserzone auch schneller als an steil abfallenden Ufern. Etwas weiter im Süden mäandriert ein kleiner Bach in die Ostsee und in dessen Umfeld liegen dann auch wieder zahlreiche Findlinge im Wasser, zwischen denen sich ebenfalls vortrefflich spielen lässt. Ein wirklich schönes Fleckchen, dieser Tuhkana-Strand (nicht verwechseln mit dem Tahkuna-Strand auf Hiiumaa). Kaum sind die vorhergesagten 30 Minuten verstrichen, beginnt es zu tröpfeln, und Michael sieht zu, dass er zurück zum Womo kommt. Wir frühstücken, sagen vielen Dank, RMK, dass ihr einen so tollen Platz eingerichtet habt, und fahren weiter in Richtung des Angla Windmill Park.
Vom Tuhkana-Strand geht es über die 128, die 129 und die Straße 75 zum Windmühlenpark von Angla. Die Strecke beträgt gerade einmal 20 Kilometer und so erreichen wir schon nach 20 Minuten unser erstes Tagesziel.
Der Regen nimmt während unserer Anfahrt beständig zu, und als wir vor Ort eintreffen, müssen wir erst einmal abwarten, bis die Niederschlagsintensität etwas nachlässt. Das Grundstück mit den Windmühlen scheint im Privatbesitz zu sein und es ist wohl erwünscht, dass man Eintritt bezahlt und die Fotos vom Grundstück aus macht. Wir sind allerdings so früh, dass noch geschlossen ist. Nach ein wenig Zuwarten, lässt der Regen tatsächlich nach und Michael geht, bewaffnet mit seinem großen Schirm, nach draußen, um ein paar Aufnahmen zu machen.
Zu unserem Glück lassen sich die Mühlen, einige alte, verrostete Traktoren, ein Teich und die in traditioneller Bauweise errichteten Zäune auch von außen wunderbar ablichten.
Bei dem kalten, feuchten Umfeld möchte man sich die ganze Zeit nur schütteln. Ein kleines Rapsfeld hellt die miese Stimmung ein wenig auf.
Michael läuft einmal um das ganze Areal, nimmt sich zum Schluss auch noch die alten Milchkannen zur Brust und hat gerade so die wichtigsten Aufnahmen im Kasten, als es schon wieder richtig zu schütten beginnt. Na, der Tag kann ja heiter werden. Er sprintet zum Auto, schüttelt kurz den Schirm aus und ist mit einem Satz im Wagen. Bei dem Regen jetzt hier noch länger zu warten, macht keinen Sinn. Wir machen uns noch einen Kaffee zum Aufwärmen und düsen dann an den nahegelegenen Fährhafen von Triigi.